Saarländische Grüne fordern: Wertstofftonne statt Gelbem Sack

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Quelle: Bündnis 90/Die Grünen – Fraktion im Landtag des Saarlandes

Saarbrücken — Die saarländischen Grünen haben die Landesregierung aufgefordert, sich für ein neues Abfallsystem mit einem Wertstoffgesetz einzusetzen. Statt Gelber Säcke für Verpackungen brauche es endlich eine Wertstofftonne für verwertbare Materialien. Wie derzeit in St. Ingbert gebe es landesweit mit den Gelben Säcken immer wieder Probleme, angefangen von Lieferschwierigkeiten, über Zweckentfremdung bis hin zu falscher Befüllung.

„Die immer wieder aufkommenden Probleme mit den Gelben Säcken sind das für alle Bürgerinnen und Bürgern sichbare Zeichen, dass sich unser Abfallsystem mit geteilten Zuständigkeiten für Verpackungen und Restmüll nicht bewährt hat. Gerade das Duale System führt zu Unsicherheit und Intransparenz. Zudem erfüllt es derzeit keine halbwegs anspruchsvollen ökologischen Ziele. Dies machen bereits die Plastiksäcke deutlich, die dringend durch eine langlebige Tonne ersetzt werden müssen“, erklärt Tina Schöpfer, Landesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen Saar.

Um deutlich mehr Wertstoffe aus dem Abfall in Kreisläufe zu führen, müsse das Abfallsystem grundlegend vereinfacht und ökologisch umgestaltet werden. Schöpfer: „Es macht keinen Sinn Gegenstände, die aus verwertbaren Materialien bestehen, weiter in die Restmülltonne zu werfen, während in die Gelben Säcke lediglich Verpackungen dürfen – sogar dann, wenn diese Gegenstände aus dem gleichen Material wie Verpackungen bestehen. Um deutlich mehr Wertstoffe aus dem Abfall in Kreisläufe zu führen und das System transparenter zu machen, muss das Abfallsystem grundlegend vereinfacht und ökologisch umgestaltet werden.“

Die Landesregierung – so Schöpfer abschließend – müsse sich daher auf Bundesebene für ein Wertstoffgesetz einsetzen, „das anspruchsvolle Verwertungsquoten festschreibt“.

Quelle: Bündnis 90 / Die Grünen, Landesverband Saarland