Matec-Aufbereitungsanlage reinigt Meeresgrund unter der Costa Concordia

745
Bergungsschiff inclusive Waschanlage mit Abwasseraufbereitung (Foto: C. Christophel GmbH)

Lübeck — Im Jahr 2012 versank die Costa Concordia an der Küste Italiens. Inzwischen wird das Schiff in Genuas verschrottet und sein Kapitän sitzt eine Strafe von 16 Jahren ab. Doch noch ist die Umweltbelastung aus der Havarie längst nicht bereinigt. Eine Matec-Anlage hat die Entsorgung des Meeresbodens übernommen.

Eine Saugpumpe fördert 100 bis 150 Kubikmeter Material pro Stunde vom Grund des Meeres. Der Feststoffanteil beträgt 5 bis 15 Prozent. Das Gemisch wird zur Matec- Aufbereitungsanlage gepumpt, die auf einem schwimmendem Bergungsschiff installiert wurde. Aus salzwasserresistentem Edelstahl gefertigt, um Rostbildung durch das aggressive Salzwasser vorzubeugen, besteht das Aggregat aus Waschsieb, Zyklonabscheider mit Entwässerungssieb und Kammerfilterpresse.

Nach Angaben des deutschen Matec-Händlers C. Christophel GmbH trennt das Waschsieb zunächst Glas-, Eisen- und Kunststoffverunreinigungen im Millimeter- und Zentimeterbereich ab.

Das übrige Sand-Wasser-Gemisch separiert ein Zyklon mit Entwässerungssieb bei 0,075 mm. Das Abwasser gelangt in den Klärturm. Eine Flockungsmittel-Station überwacht den Feststoffanteil und übernimmt die exakte Dosierung der Flockungsmittelzugabe. Ein Homogenisierungs-Tank bedient die Kammerfilterpresse mit bis zu 16 bar. So wird ein leicht handhabbarer, stichfester Filterkuchen zur Deponierung erzeugt.

Das Vertrauen aus mehr als 2.000 ausgelieferte Kammerfilterpressen – so der Lübecker Händler – hat Matec zum ersten Ansprechpartner für dieses Prestigeprojekt in Italien werden lassen.

Quelle: C. Christophel GmbH