Bundesumweltministerium fördert Recyclingverfahren für dunkle Kunststoffe

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Logo Umweltinnovationsprogramm (Quelle: BMUB)

Berlin — Den Grundstein für eine innovative Anlage zur Trennung von Kunststoffen legte gestern in Herbolzheim die Graf Polymers GmbH im Beisein der Parlamentarischen Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter. Das Unternehmen kann künftig schwer recycelbare Massenkunststoffe wie Polyethylen (PE) sortenrein trennen und verarbeiten. Das Ergebnis ist ein Kunststoffgranulat, das annähernd das Qualitätsniveau von Primärkunststoffen erreicht.

Bisher werden schwer recycelbare Abfälle von Massenkunststoffen aus PE (Polyethylen)- und PP (Polypropylen) überwiegend energetisch verwertet. Die bisher eingesetzte konventionelle Trenntechnik erkennt insbesondere dunkel bis schwarz eingefärbte Kunststoffabfälle nicht und erlaubt somit keine sortenreine Trennung. Dies wird mit der neuen Anlage möglich sein.

Das Unternehmen plant eine innovative Anlage, bei der erstmalig mehrere Prozessschritte mit neuer Anlagentechnik in einer Prozesskette von der Sortierung über das Recycling bis hin zur Qualitätskontrolle verknüpft sind. Bereits heute setzt das Unternehmen einen hohen Anteil an Recyclingrohstoffen in der Produktion ein.

Mit dem Vorhaben können 45.000 Tonnen Neuware ersetzt und dadurch mindestens 90.000 Tonnen CO2-Emissionen vermieden werden.

Für die innovative Anlage am neuen Standort Herbolzheim erhält das Familienunternehmen rund acht Millionen Euro aus dem Umweltinnovationsprogramm des Bundesumweltministeriums. Mit dem Umweltinnovationsprogramm wird die erstmalige, großtechnische Anwendung einer innovativen Technologie gefördert. Das Vorhaben muss über den Stand der Technik hinausgehen und sollte Demonstrationscharakter haben.

Quelle: Bundesumweltministerium