HWWI-Rohstoffpreisindex: Industrierohstoff-Preise im Juli einheitlich positiv

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Hamburg — Der HWWI-Rohstoffpreisindex unterbricht im Juli seine zweimonatige Abwärtsbewegung und steigt um 3,5 Prozent (in Euro: +0,9 Prozent) gegenüber dem Vormonat. Damit erreicht er ein Niveau von 96,6 Punkten (in Euro: 93,1 Punkten). Es verteuerten sich die Preise aller im Index vertretenen Rohstoffgruppen. Die Rohstoffe kosteten im Juli dieses Jahres 7,2 Prozent (in Euro: +3,0 Prozent) mehr als im Juli 2016. Besonders erhöhten sich im Juli die Preise für Industrierohstoffe mit 6,6 Prozent (in Euro: +3.9 Prozent). Die Preissteigerungen bei den Industrierohstoffen lieferten den größten Beitrag zum Wachstum des HWWI-Rohstoffpreisindex.

Die Preise der einzelnen Rohstoffgruppen im Index für Industrierohstoffe entwickelten sich im Juli einheitlich positiv. Der Index für NE-Metalle stieg um 3,2 Prozent (in Euro: +0,6 Prozent). Alle durchschnittlichen Preise der im Index vertretenen NE-Metallrohstoffe stiegen, wobei der Preis für Zink am stärksten mit 8,1 Prozent (in Euro: +5,5 Prozent) wuchs. Weiterhin stieg der Preis für Blei um 6,2 Prozent (in Euro: +3,6 Prozent). Der Nickelpreis wuchs mit 6,1 Prozent (in Euro: +3,5 Prozent) und der Preis für Kupfer stieg um 4,8 Prozent (in Euro: +2,2 Prozent) gegenüber dem Vormonat.

Der Index für Eisenerz und Stahlschrott stieg im Juli kräftig um 15,1 Prozent (in Euro: +12,3 Prozent), nachdem er in den letzten Monaten deutlich gefallen war. Die Preise für Eisenerz verteuerten sich deutlich, wobei die Preise für Stahlschrott leicht nachgaben. Die gute Konjunkturlage in China erzeugte eine hohe Nachfrage nach Stahl, deshalb wurden die Produktionskapazitäten voll ausgenutzt, was eine hohe Nachfrage nach Eisenerz nach sich zog.

Der Index für Agrarische Rohstoffe stieg um 4,0 Prozent (in Euro: +1,5 Prozent). Der Preis für Kautschuk stieg im Juli um 5,5 Prozent (in Euro: +2,8 Prozent), nachdem er in den letzten Monaten gefallen war. Der Preisrückgang aufgrund von guten Ernteaussichten scheint beendet und die Nachfrage lässt die Preise steigen.

Insgesamt stieg der Index für Industrierohstoffe im Juli um 6,6 Prozent auf 113,3 Punkte.

Quelle: Hamburgisches WeltWirtschaftsInstitut gemeinnützige GmbH