Ende 2019: China will Import fester Abfälle stoppen und durch einheimische ersetzen

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Müllgreifer (Foto: O. Kürth)

Peking, China — Zahlen des chinesischen Umweltschutz-Mininsteriums für 2016 belegen, dass das Land 56 Prozent aller festen Abfälle weltweit importiert hat, vorwiegend aus Entwicklungsländern. Einem neuen Plan zufolge will China Ende 2019 stufenweise den Import von festen Abfällen reduzieren, die durch einheimische Ressourcen ersetzt werden können. Gleichzeitig soll die internationale Kooperation zur Rückführung von Abfällen verbessert werden.

„Nach China importierte feste Abfälle, ob legal oder illegal, können belastet sein und beeinträchtigen auf beiden Kanälen mehr oder weniger die Gesundheit der Menschen und der Umwelt“, erklärt Liu von Greenpeace Peking. „Beim legalen Import durchlaufen diese Abfälle eine Reihe von Prozessen und können derweil der Gesundheit von Menschen schaden. Und falls der Import der Abfälle illegal erfolgt, durchlaufen sie nicht einmal diese notwendigen Schritte.“

Das liegt nach Einschätzung von Liu daran, dass die Importabfälle billiger sind als die binnenländischen Materialien. Er schlägt daher ein effektiveres Vorgehen zur Verbesserung der Abfall-Klassifizierung in China vor. Da die Abfälle vorwergend in großen und mittleren Städten produziert werden, sind sie meistens schlecht klassifiziert und werden nicht wiederverwendet. „Falls die Abfall-Klassifizierung verbessert werden könnte, wird der Anteil der wiederverwendbaren Materialien stark zunehmen.“

Quelle: Umweltschutzministerium China