Schweiz wird gegen Abfall auf den Autobahnen aktiv

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Anti-Littering-Information (Foto: IGSU)

Zürich, Schweiz — Eine Tonne Abfall pro Fahrkilometer wird jedes Jahr auf den Schweizer Nationalstrassen gelittert. Besonders bei Raststätten fällt überdurchschnittlich viel herumliegender Abfall an, das bestätigt auch das Bundesamt für Strassen. Um Gegensteuer zu geben, werden die Nationalstrassen Nordwestschweiz und die IG saubere Umwelt auch dieses Jahr wieder gemeinsam im Anti-Littering aktiv.

Abfall stört – auch auf der Autobahn. Er belastet nicht nur die Portemonnaies der Steuerzahler, sondern gefährdet auch die Mitarbeitenden der Unterhaltsfirmen, die sich beim Einsammeln des Abfalls ungeschützt im Bereich der Fahrbahn aufhalten. Das Bundesamt für Strassen (ASRTA) geht von rund einer Tonne Abfall pro Autobahnkilometer aus. Die damit verbundenen Reinigungskosten werden auf rund zwei Millionen Franken pro Jahr geschätzt. Rund eine halbe Million davon fällt auf den Nordwestschweizer Nationalstrassen an.

Deshalb setzen die Nationalstrassen Nordwestschweiz (NSNW AG) und die IG saubere Umwelt (IGSU) ihre gemeinsamen Anti-Littering-Aktionen fort, die sie vergangenes Jahr zum ersten Mal an verschiedenen Raststätten durchgeführt haben. Autofahrerinnen und Autofahrer werden von IGSU-Botschafter-Teams auf die Problematik aufmerksam gemacht und auf charmante Art und Weise dazu angehalten, ihren Abfall korrekt zu entsorgen. Die Autofahrenden können sich zudem mit ihrer Unterschrift auf einem Plakat gegen Littering bekennen und sich damit symbolisch zur korrekten Entsorgung der Abfälle verpflichten. Aufgehäufte Abfallberge verdeutlichen dabei die Litteringmenge, die jeden einzelnen Tag auf einem Autobahnabschnitt anfällt. Zusätzlich verteilen die IGSU-Botschafter-Teams handliche „Abfallsäckli-Boxen“ als Hilfsmittel für Autofahrende, um Abfälle im Auto zu entsorgen.

Thomas Leuzinger, Leiter Betrieb bei der NSNW AG, freut sich über die Unterstützung der IGSU-Botschafter: „Unsere Autobahnen sollen sicher, verfügbar und sauber sein. Wir leben in einem wunderschönen Land, zu dem wir Sorge tragen sollten. Packen wir es zusammen an und entsorgen den Abfall dort, wo er hingehört.“ Auch Nora Steimer, Geschäftsleiterin der IGSU verspricht sich viel von der Zusammenarbeit. Sie findet es wichtig, auch die Autofahrerinnen und Autofahrer regelmässig auf das Thema Littering aufmerksam zu machen. „Durch die IGSU-Botschafter, die Bekenner-Plakate, die Abfallberge und die ‚Abfallsäckli-Boxen‘ sorgen wir für einen nachhaltigen Eindruck“, ist sie sich sicher. Unterstützt wird die Aktion von JTI (Japan Tobacco International).

Quelle: Interessengemeinschaft für eine saubere Umwelt (IGSU)