Vecoplan optimiert Rohrgurtförderer: Keine Materialverluste beim Schüttguttransport

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Der VecoBelt kann das Sekundärmaterial auf einer Länge bis zu 450 Metern und mit einem Volumenstrom von 800 Kubikmetern in der Stunde fördern (Foto: Vecoplan AG)

Bad Marienberg — Vecoplan hat mit den Rohrgurtförderern der Baureihe VecoBelt Transportsysteme im Programm, die sich für alle Arten von Schüttgut eignen. Vecoplan hat diese Baureihe nun weiter optimiert. Betreiber erhalten eine Lösung, mit der laut Hersteller absolut kein Material mehr verloren gehen kann. Darauf setzt auch Södra Cell, Schwedens größte Waldbesitzervereinigung und international agierender Holzverarbeiter.

Der komplett geschlossene VecoBelt transportiert Schüttgüter wie Hackschnitzel, Holzspäne sowie staubintensive Materialien wie Sägemehl. Schon im Vorlauf führt der Fördergurt bei dieser Baureihe durch ein Rohr und läuft – im Gegensatz zu herkömmlichen Förderbandsystemen – nicht auf Rollen. Weil der Gurt dadurch von einem Luftkissen getragen wird, treten im Betrieb nur geringe Reibungsverluste auf, und er läuft sehr leise.

Vecoplan hat diese Baureihe mit den Gurtbreiten 500, 800 und 1.000 Millimeter stetig weiterentwickelt. Der Gurtrücklauf befindet sich bei der optimierten Version in einem geschlossenen Gehäuse. Unterstützt wird dieser von einem Luftkanal. Damit fällt im Bereich der Rücklaufrollen kein Material ab.

Bis zu 800 Kubikmeter in der Stunde transportiert

Jede Antriebsstation ist zudem mit zwei Abstreifern ausgestattet. Anwender können den Vorkopf- und den Hartmetallabstreifer von außen einstellen. Nachspannen lassen sich die Komponenten schnell und unkompliziert mittels Ratsche. Der Vorkopfabstreifer ist flexibel, aber stabil genug, um Verunreinigungen auf dem Gurt zu beseitigen. Der Hartmetallabstreifer ist gründlicher und verhindert, dass zum Beispiel Harz auf dem Transportband festkleben kann. Weitere Abstreifer in den Gewichtsspannstationen verringern den Wartungsaufwand zusätzlich, erhöhen die Verfügbarkeit der Anlagen und reduzieren die Materialverschleppung. Optional bietet Vecoplan einen Bunkeraufsatzfilter, der bei der Materialübergabe von einem Förderer auf den anderen mit einem Radialgebläse staubhaltige Luft absaugt.

Der VecoBelt kann Schüttgut auf einer Länge bis zu 450 Metern und mit einem Volumenstrom von 800 Kubikmetern in der Stunde transportieren. Dabei arbeitet die Baureihe mit einer maximalen Geschwindigkeit von 2,5 Metern in der Sekunde. Das Förderband lässt sich schnell und einfach montieren. Das System ist stabil bei geringem Eigengewicht. Die Abstände zwischen den einzelnen Stützen können bis zu 75 Metern betragen – was deutlich Materialkosten reduziert. Steigungen bis 20 Grad sind möglich. Verglichen mit ähnlichen Förderbandsystemen verbraucht die Baureihe nach Darstellung von Vecoplan zudem rund die Hälfte weniger Strom.

Södra Cell setzt auf Vecoplan Fördertechnik

Auf die Rohrgurtförderer von Vecoplan setzt auch Södra Cell, Schwedens größte Waldbesitzervereinigung und international agierender Holzverarbeiter. Am Standort Väro transportierten auf dem Firmengelände bisher Lkw Sekundärmaterialien wie Sägemehl und Rinde für die Verarbeitung vom Säge- zum Papierwerk. Als die Verantwortlichen beschlossen, die Kapazität des Sägewerks auszubauen, sollte ein Schüttguttransport zum Einsatz kommen, der das Material staubfrei über mehrere hundert Meter am Stück fördern kann. Wichtig dabei war es, keine Expansionsräume des Anwenders zu verbauen. Die Anlagen sollten zudem Straßen und Transportwege überbrücken – ohne dass es zu Kollisionen kommt.

Vecoplan installierte bei Södra Cell mehrere Rohrgutförderer der Baureihe VecoBelt mit einer Gesamtlänge von etwa 1.700 Metern und in einer Mindesthöhe von 14 Metern. Ausgestattet sind die Lösungen mit pneumatischer Vor- und Rücklaufunterstützung sowie einer volumetrischen Messung des Fördermaterials. Der Maschinenbauer übernahm den kompletten Stahlbau und installierte die Rohrgurtförderer in das bestehende Umfeld.

Quelle: Vecoplan AG