Recylex profitiert vom kräftigen Anstieg der Blei- und Zinkpreise

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Quelle: Recylex Gruppe

Suresnes, Frankreich — Die Recylex Gruppe verzeichnet einen kräftigen Anstieg des Konzernumsatzes um 30 Prozent, hauptsächlich aufgrund der höheren Blei- und Zinkpreise um 32 bzw. 54 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2016. Die gute industrielle Leistung wurde ungeachtet großer Wartungsstillstände der Geschäftsbereiche Blei und Zink im zweiten Quartal 2017 erreicht.

Geschäftsbereich Blei: Umsatz +27 Prozent

Im ersten Halbjahr 2017 entfielen 69 Prozent des Konzernumsatzes auf den Geschäftsbereich Blei. Der Geschäftsbereich profitierte von der hohen Verfügbarkeit von Recyclingmaterial im ersten Halbjahr 2017, wobei die Gruppe an ihrer selektiveren Beschaffungspolitik festgehalten hat. Allerdings wurde die Geschäftstätigkeit durch weniger gute Geschäftsbedingungen bei der Verarbeitung von Bleikonzentraten und bei der Schwefelsäure (Nebenprodukt der Bleihütte) beeinträchtigt. In diesem vorteilhaften Umfeld belief sich der Umsatz dieses Geschäftsbereichs mit der Unterstützung der stark gestiegenen Bleipreise zum 30. Juni 2017 auf 151,4 Millionen Euro. Dies entspricht einer Steigerung von 27 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2016.

Geschäftsbereich Zink: Umsatz +62 Prozent

Im ersten Halbjahr 2017 entfielen 24 Prozent des Konzernumsatzes auf den Geschäftsbereich Zink. Der Umsatz belief sich zum 30. Juni 2017 auf 52,4 Millionen Euro; dies entspricht einem äußerst kräftigten Anstieg von 62 Prozent gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Trotz der ungünstigen Vergleichsbasis aufgrund des großen Wartungsstillstandes bei Harz- Metall GmbH im zweiten Quartal 2017 (kein Wartungsstillstand im Vorjahr) konnte der Umsatz im Bereich der Verarbeitung von Staub aus Elektrostahlwerken kräftig gesteigert werden, was hauptsächlich auf den äußerst starken Anstieg der Zinkpreise zurückzuführen ist. Die Gesamtproduktion von Wälzoxiden der Tochtergesellschaft Harz-Metall GmbH und der 50 Prozent- Beteiligung an Recytech SA verzeichnete im ersten Halbjahr 2017 einen leichten Anstieg auf 35.273 Tonnen gegenüber einer Gesamtproduktion von 34.884 Tonnen im ersten Halbjahr 2016.

Dank der günstigen Kursentwicklung von Zink, der besseren Verfügbarkeit von Recyclingmaterial und einem günstigeren Geschäftsumfeld verbesserte sich der Umsatz bei der Aufbereitung von Altzink ebenfalls kräftig und setzte damit die positive Entwicklung vom ersten Quartal 2017 fort. Die Produktion von Zinkoxiden von Norzinco GmbH nahm im ersten Halbjahr 2017 gegenüber den 11.716 Tonnen im ersten Halbjahr 2016 um 7 Prozent auf 12.564 Tonnen zu.

Geschäftsbereich Spezialmetalle: Umsatz -10 Prozent

Im ersten Halbjahr 2017 entfielen 3,5 Prozent des Konzernumsatzes auf den Geschäftsbereich Spezialmetalle. PPM Pure Metals GmbH erzielte einen Umsatz von 7,2 Millionen Euro. Dies entspricht einem Rückgang von 10 Prozent gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum und ist hauptsächlich auf den starken Rückgang beim Verkauf von Germanium und Gallium zurückzuführen.

Geschäftsbereich Kunststoff: Umsatz -13 Prozent

Der Anteil des Geschäftsbereichs Kunststoff betrug 3,5 Prozent des Konzernumsatzes zum 30. Juni 2017. Der erzielte Umsatz von 7,3 Millionen Euro entspricht einem Rückgang von 13 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2016. Der Geschäftsbereich leidet nach wie vor unter der geringeren Attraktivität des rezyklierten Materials im Vergleich zu den Primärrohstoffen. Die Gesamtproduktion dieses Geschäftsbereichs zum 30. Juni 2017 betrug 7.128 Tonnen rezykliertes Polypropylen gegenüber 7 933 Tonnen im ersten Halbjahr 2016, was einem Rückgang von 10 Prozent entspricht.

Yves Roche, Vorstandsvorsitzender der Recylex Gruppe, bilanzierte: „Recylex hat im ersten Halbjahr 2017 vom kräftigen Anstieg der Metallpreise in Euro gegenüber dem ersten Halbjahr 2016 profitiert. Obwohl die Preise im zweiten Quartal 2017 korrigiert wurden, liegen sie heute weiterhin auf einem zufriedenstellenden Niveau, das über den Preisen des ersten Halbjahrs 2016 liegt. Allerdings hat der Euro gegenüber dem Dollar den höchsten Stand seit Mai 2016 erreicht. Hält diese Situation an, könnte sie sich längerfristig nachteilig auf die Metallpreise in Euro auswirken. In diesem Umfeld verzeichneten die Geschäftsbereiche Blei und Zink im ersten Halbjahr 2017 ein sehr kräftiges Wachstum.“

Im Gegensatz dazu war die Geschäftstätigkeit in den Geschäftsbereichen Kunststoff und Spezialmetalle nach wie vor schwach. Yves Roche: „Ungeachtet der großen Wartungsstillstände der Geschäftsbereiche Blei und Zink verzeichnete die Gruppe im ersten Halbjahr 2017 eine besonders robuste industrielle Leistung. Im Weiteren schreitet der Bau des neuen Reduktionsofens in Deutschland plangemäß voran.“

Quelle: Recylex Gruppe