Kroatiens Abfallwirtschaft dürfte bis 2018 die gesteckten EU-Ziele nicht erreichen

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Kroatiens Nationalfahne (Foto: Websi /Pixabay)

Zagreb, Kroatien — Kroatiens Abfallsektor steht im Zuge der Anpassung an EU-Standards immer noch vor großen Herausforderungen. Investitionen in Abfallwirtschaftszentren und Deponiesanierungen stehen in nächster Zeit im Fokus. Mülltrennung und Wiederverwertung werden künftig stärker in den Vordergrund rücken. Besonders groß ist der Nachholbedarf bei Bioabfällen, Bauschutt, Klärschlamm sowie gefährlichen Abfällen, meldet GermanyTrade & Invest.

Vor allem in den Küstenregionen ist der Systemumbau eine große Herausforderung. Schleppend verläuft die Deponiesanierung. Der geplante Bau großer Abfallwirtschaftszentren hat sich stark verzögert. Nach wie vor ist der Nachholbedarf bei der Kompostierung groß. Als vorrangig gilt auch der Ausbau von Aufbereitungskapazitäten für Bauschutt. Und die kroatische Produktion von Abfallbehandlungstechnik ist überschaubar.

Die Verabschiedung des neuen Abfallbewirtschaftungsplans für 2017 bis 2020 hatte sich verzögert. Dieser ist Grundlage für die Nutzung von EU-Kohäsionsmitteln. Im Zeitraum 2014 bis 2020 stehen Kroatien für den Abfallsektor 475 Mio. Euro zur Verfügung.

Weitere Informationen sind unter gtai.de erhältlich.

Quelle: GermanyTrade & Invest