Biogasanlage mit Querstromzerkleiner für Schlachtabfälle nach Osteuropa geliefert

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Edelstahlfermenter (Foto: Enspar / THMrecycling)

Heimsheim — Die Enspar Biogas GmbH aus Bad Wünnenberg projektierte eine Biogasanlage für Schlachtabfälle für einen Schweinezucht- und Mastbetrieb mit Schlachtung in Osteuropa. Die Anlage wurde Anfang 2017 in Betrieb genommen und generiert ein hocheffizientes, energiereiches Biogas. Mit einer Leistung von 800 kW können darin bis zu 32.000 Tonnen Schlachtabfälle pro Jahr aufbereitet und vergoren werden.

Auf dem Gelände der Farm, die als „geschlossenes System“ betrieben wird, wurde die Biogasanlage in jenes Areal integriert, in dem ausschließlich die Güllelagerung erfolgte. Zum Lieferumfang der von Enspar gelieferten Biogasanlage gehört auch die technische Ausrüstung für die Substrataufbereitung, Pasteurisierung/Sterilisierung sowie die Anlagensteuerung. Über die Steuerung werden alle Sicherheitseinrichtungen, Sensoren und Motoren der Anlage überwacht, gesteuert und geregelt sowie die automatisiert ablaufenden Prozesse, wie z. B. die Anlagenfütterung. Errichtet wurde eine mehrstufige Anlage für die Vergärung von organischen Abfällen und nachwachsenden Rohstoffen im anaeroben Nassfermentations-Verfahren. Dabei wurde besonderer Wert auf einen energie- und emissionsarmen Betrieb gelegt.

Zur Aufbereitung wurde eine Halle errichtet, die in einen Weiß- und einen Schwarzbereich aufgeteilt ist. So konnten hier zugleich Annahme-, Pump-, Aufbereitungs- und Steuerungstechnik untergebracht werden. Der Annahmebereich besteht aus einer Grube, in der die Komponenten zur Annahme, Zerkleinerung und Zwischenlagerung der Schlachtabfälle aufgestellt sind. Für die Zerkleinerung kommt ein Bio-Querstromzerkleinerer Typ Bio-TQZ900 von THM recycling solutions zum Einsatz. Die Aufbereitung der Schlachtabfälle erfolgt über eine mehrstufige Zerkleinerung und Wärmebehandlung. Flüssige Substrate werden separat angenommen und anschließend mit den zerkleinerten Schlachtabfällen gemeinsam sterilisiert. Nach einem abschließenden Abkühlvorgang wird das Gemisch der Biogasanlage zur Vergärung zugeführt.

Produziert und gelagert in vier Edelstahlfermentern, wird das Biogas über vier, in einem Bestandsgebäude aufgestellten Gasturbinen verstromt. Zuvor wird es biologisch vorentschwefelt, getrocknet und über einen Aktivkohlefilter feinentschwefelt. Die Abwärme der Turbinen wird mit Kühl- und Abgaswärmetauschern behandelt und zur Hygienisierung der Schlachtabfälle, zur Temperierung der Fermenter sowie zur Beheizung der Ställe genutzt.

Quelle: THM recycling solutions