DGAW bewirbt sich um die VKU-Nachfolge als „National Member“ der ISWA

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Quelle: Deutsche Gesellschaft für Abfallwirtschaft e.V.

Berlin — „Die Würfel sind gefallen!“ Der Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Abfallwirtschaft DGAW e. V. hat die Bewerbung als „National Member“ in der ISWA beschlossen. Damit will die DGAW als deutsche Vertretung in der International Solid Waste Association, der Weltorganisation der Abfallwirtschaft, internationale Verantwortung übernehmen.

Mit dieser Entscheidung wird die DGAW e. V. die Nachfolge des Fördervereins VKU Abfallwirtschaft und Stadtreinigung VKS e. V. als „National Member“ in der ISWA beantragen. Die Kündigung des VKU war schon länger bekannt, jedoch gab es bisher keinen deutschen Bewerber für diese Position.

Deutschland gilt als ein Vorreiter und Vorbild in der Abfallwirtschaft, sowohl was Technologien, als auch Sammlung, Recycling und die Rechtslage anbelangt, und trägt auch internationale Verantwortung in der Entwicklung einer nachhaltigen Abfall- und Ressourcenwirtschaft. Das Land, in dem schon 2005 ein Ablagerungsverbot für nicht vorbehandelte organisch abbaubare Siedlungsabfälle in Kraft trat, das Standards in der Abfallverbrennung, Energiegewinnung und Rauchgasreinigung setzt, Rückgabesysteme entwickelt hat und die Produktverantwortung vorantreibt, muss nach Ansicht der DGAW in internationalen Organisationen der Abfallwirtschaft vertreten sein

Gerade die westlichen Industrieländer seinen dazu verpflichtet, abfallwirtschaftliche Vorbildfunktion zu übernehmen, Know-how zu teilen, Technologietransfer zu fördern und Innovationen in der Kreislaufwirtschaft voranzutreiben Klima- und Ressourcenschutz würden nicht an den Landesgrenzen enden. Die DGAW e. V. will sich dieser internationalen Verantwortung und Aufgabe stellen.

Als interessen-ungebundener Verband ist die DGAW e. V. mit ihren über 450 Mitgliedern aus allen Bereichen der Abfall- und Rohstoffwirtschaft in der deutschen Abfall-Verbändelandschaft ein adäquater Partner für die ISWA. Sie vereint Experten entlang der gesamten Prozesskette: Vertreter privater und kommunaler Entsorger, Politik und Verwaltung, Wissenschaft, Anlagen- und Maschinenbauer, -planer und -betreiber sind in der Gesellschaft organisiert. Neben ihrer Befassung mit Fragen der Entsorgung von bereits entstandenen Abfällen versteht sich die DGAW auch als Plattform für Produktverantwortung und Ressourcenschonung.

Die DGAW e. V. wird bereits heute national als kompetenter Diskussionspartner geschätzt und steht für Kompetenz, Erfahrung, Innovation und Leidenschaft in der Abfall- und Rohstoffwirtschaft. Diese Kernkompetenzen wollen Vorstand und Präsidium nun auf internationaler Ebene verankern. Über die Bewerbung wird auf dem internationalen Jahreskongress im September in Baltimore entschieden.

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Abfallwirtschaft DGAW e. V.