Umwelttechnikpreis Baden-Württemberg 2017 würdigt Recyclingideen

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(Quelle: Umweltministerium Baden-Württemberg)

Stuttgart — Dotiert mit insgesamt 100.000 Euro, wurden nun zum fünften Mal die Umwelttechnikpreise des Landes Baden-Württemberg verliehen. Umweltminister Franz Untersteller würdigte in seiner Laudatio die mehr als 80 eingegangenen Bewerbungen um den Umwelttechnikpreis, von denen es 24 in die engere Auswahl der Jury geschafft haben.

Untersteller: „Die hohe Anzahl an Bewerbungen zeigt zum einen, dass der Umwelttechnikpreis attraktiv ist“. Der Umwelttechnikpreis helfe diesen Unternehmen dabei, mit ihren Produkten bekannter zu werden und sich im Markt besser zu etablieren. Und er solle Ansporn geben, auch in Zukunft in effiziente Umwelttechnologien zu investieren. Vor allem aber zeige er, wie viel Innovationskraft in den Unternehmen der Branche steckt. „Baden-Württembergs Unternehmen zeichnen sich auf dem Gebiet der Umwelttechnik durch eine hohe Innovationskompetenz aus. Das kommt ihrer Wettbewerbsfähigkeit und unserer Umwelt zugute.“

Umwelttechnik sei ein weltweit boomender Markt, und der Bedarf werde in Zukunft weiter zunehmen, prophezeite Untersteller. „Dieser Trend ist nicht nur eine ökologische Notwendigkeit, wenn wir unseren Planeten für unsere Enkel und deren Enkel lebenswert erhalten wollen. Er ist auch eine ökonomische Chance für innovative Unternehmen und damit für Produkte mit dem Gütesiegel Made in Baden-Württemberg“.

Als Gewinner in der Kategorie Materialeffizienz steht die OBE Ohnmacht & Baumgärtner GmbH & Co. KG fest. Sie erhält den Umwelttechnikpreis für ihren SDS-Prozess zur Herstellung von recycelten Hochleistungsmagneten. Von der Aufbereitung des Rezyklats über ein modifiziertes Metallpulver-Spritzguss- Verfahren bis zum Entbindern und Sintern umfasst der Gesamtprozess sämtliche Schritte zum neuen, endkonturgetreuen Neodym-Eisen-Bor-(NdFeB-) Hochleistungsmagneten. Bei geschlossenem Materialkreislauf kommen die recycelten Magnete auf mehr als 95 Prozent der Feldstärke-Kennwerte von Neumaterial.

Einer der (doppelt vergebenen) zweiten Preise erhielt die matteco GmbH. Deren hochwertige, 100 Prozent recyclingfähige Gummimatten aus Altreifenrecyclat zeichnen sich durch ihre hochwertigen technischen Eigenschaften und die zahlreichen Anwendungsmöglichkeiten aus. Sie erfüllen die hohen technischen Anforderungen von Kautschukprodukten und sind daher im industriellen Umfeld einsetzbar. Gleichzeitig sind sie selbst wieder zu 100 Prozent recyclingfähig, was eine echte Kreislaufführung des Produkts ermöglicht.

Quelle: Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg