Bundesrat für gespeicherte oder aktuelle Tara-Messung von beladenen LKW

391
(Foto: ©siepmannH /http://www.pixelio.de)

Berlin — Der Bundesrat hat am 7. Juli 2017 eine Änderung der Mess- und Eichverordnung beschlossen. Bisher war die Bestimmung des Taragewichts unmittelbar vor oder nach der Wägung eines beladenen Kraftfahrzeugs erforderlich. In der Praxis hatte das durch längere Standzeiten und Investitionen für zusätzliche Waagen zu erheblichen Problemen geführt.

Nach der neuen Regelung sollten die jeweiligen Vertragspartner selbst entscheiden können, ob sie im Einzelfall eine aktuelle Tara ermitteln wollen – beispielsweise bei stark verschmutzten LKW, besonders hochwertiger Ladung, erstmaligem Verkaufskontakt oder lange zurückliegender Leer-Verwiegung. Oder ob gespeicherte Tara-Gewichtswerte verwendet werden können.

Aus der Streichung der bisherigen Vorgabe in § 26 Absatz 2 Satz 2 können sich erhebliche gegenseitige Abwicklungsvorteile ergeben, die den (Geld-)Wert der genauen Tara-Ermittlung z. B. durch Zeitersparnis weit überwiegen können. Das kann aber nur im Einzelfall vor Ort und unter Berücksichtigung des Benachteiligungsverbots entschieden werden.

Die Änderung muss noch einmal vom Bundeskabinett beschlossen werden.

Die Zweite Verordnung zur Änderung der Mess- und Eichverordnung kann unter bundesrat.de heruntergeladen werden.

Quelle:Bundesrat