HWWI-Rohstoffpreisindex für Industrierohstoffe um 3,0 Prozent gesunken

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Hamburg — Der HWWI-Rohstoffpreisindex setzte im Juni seine Abwärtsbewegung fort. Damit fiel der Index den zweiten Monat in Folge und notierte um 6,1 Prozent (in Euro: -7,6 Prozent) niedriger als im Mai dieses Jahres und lag bei 93,3 Punkten. Die Preise aller im Index vertretenen Rohstoffgruppen sind im Juni gefallen. Der Index für Industrierohstoffe sank um 3,0 Prozent (in Euro: -4,6 Prozent).

Die einzelnen Rohstoffe im Index für Industrierohstoffe entwickelten sich im Juni zum Teil unterschiedlich. Während der Index für Eisenerz und Stahlschrott um 7 Prozent (in Euro: -8,5 Prozent) erneut stark nachgab, fiel der Index für NE-Metalle um lediglich 0,4 Prozent (in Euro: -2,0 Prozent). Die Entwicklung der einzelnen NE-Metalle war sehr verschieden. Die Preise für Blei und Kupfer stiegen, dagegen fielen die Preise für Aluminium, Nickel, Zink und Zinn.

Ein weiteres Mal sanken die Preise für Eisenerz und Stahlschrott. Die globale Nachfrage nach Eisenerz wird stark durch die Entwicklung in der chinesischen Stahlindustrie beeinflusst. Dem immer noch hohen Angebot an Eisenerz steht auch weiterhin eine sinkende chinesische Nachfrage nach Eisenerz gegenüber. Die verbesserten Quoten beim Recycling von Stahlschrott verringern die Nachfrage nach Eisenerz zusätzlich und lassen die Stahlschrottpreise weniger stark fallen als den Preis für Eisenerz.

Der Index für Agrarische Rohstoffe fiel im Juni ebenfalls. Er sank um 3,6 Prozent (in Euro: -5,2 Prozent). Der Kautschukpreis fiel erneut um 6,6 Prozent (in Euro: -8,1 Prozent) aufgrund  von guten Ernteaussichten bei einer zugleich als konstant erwarteten Nachfrage. Insgesamt sank der Index für Industrierohstoffe im Juni um 3,0 Prozent (in Euro: -4,6 Prozent) auf 106.3 Punkte.

Quelle: Hamburgisches WeltWirtschaftsInstitut