„Von Anfang bis Ende exzellent“: die 9. European Metallurgical Conference in Leipzig

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(Quelle: GDMB)

Clausthal-Zellerfeld — „Von Anfang bis Ende exzellent“: Die 9. European Metallurgical Conference hat nach Ansicht der Organisatoren erneut bewiesen, dass mit der seit 2001 im 2-Jahresrhytmus stattfindenden Veranstaltungsreihe eine Fachkonferenz von internationaler Bedeutung etabliert wurde. Knapp 200 Vorträge, die Fachausstellung mit 25 Messeständen sowie eine Poster-Ausstellung bildeten den technisch-wissenschaftlichen Kern. Am Veranstaltungsort Leipzig konnte die Gesellschaft der Metallurgen und Bergleute e.V.(GDMB) über 430 Teilnehmer aus über 30 Nationen begrüßen.

Eröffnet wurde die Konferenz mit dem Titelthema “Production and Recycling of Non-Ferrous Metals: Saving Resources for a Sustainable Future”. Weitere Plenarvorträge befassten sich mit zukünftigen Potenzialen und Hürden der Basis-Metall-Industrie und der Situation der primären und sekundären Metallindustrie in Afrika, insbesondere Süd-Afrika. Das Programm der wissenschaftlichen Vorträge in den fünf Sälen lieferte zunächst die Themen „Simulations and Model Calculations“, „Minor Metals“, „Process fundamentals, modelling and new processes“, „Slag“ und „Lead“. Im Nachmittagsprogramm wurde das Themenspektrum um „Strategies for Resource Savings“, „Refractory Metals“, „Precious Metals“, „Copper“, „Secondary Metallurgy“ sowie „Nickel / Cobalt / Vanadium“ ergänzt.

Der zweite Konferenztag startete mit drei weiteren hochinteressanten Plenarvorträgen: einem Übersichtsvortrag über die Innovationen im südamerikanischen Bergbau, einer Darstellung zu Aluminiumschmelzen in Hinblick auf Vergangenheit und zukünftige Entwicklungen und einer Rede über die Entwicklungen im Bereich der Separation von Elektronikgeräten zum Rezyklieren der verbauten Metalle. Ferner präsentierte der zweite Konferenztag die Reihen „Copper“, „Zinc“ und „General Hydrometallurgy“, die erneut ein breites Angebot an etwa 60 Vorträgen verschiedenster Ansätze vorweisen konnten.

Am dritten Konferenztag wurden neben zwei Plenarvorträgen auch die Poster-Präsentationen vorgenommen. Gestartet wurde mit einem Vortrag über aktuelle Entwicklungen in der Blei- und Zinkindustrie in China und einer Übersicht zur Circular Economy und deren Durchführung in der EU. Anschließend an die Poster-Präsentationen luden Vorträge u.a. aus den Reihen „Recycling/Waste“ und „Improving of Alloys“ die Besucher zu weiteren Erkenntnisgewinnen ein. Den Abschluss des dritten Konferenztages bildete eine Diskussionsrunde basierend auf einer Delphi-Studie zur Ermittlung von Potentialen zur Ressourcenschonung in der deutschen Nichteisenmetall-Industrie.

Mit dem „Young Scientist’s Paper Award“ wurde ein Förderpreis ausgerufen, der die Leistungen junger Wissenschaftler honoriert, die mit ihren Arbeiten einen wichtigen Beitrag für die künftige Entwicklung der Metallurgie leisten. Die Vorträge der Kandidaten wurden nach der wissenschaftlichen Bedeutung für die Metallurgie-Branche, der Möglichkeit zur praktischen Umsetzung, der Zukunftsperspektive der Forschungsergebnisse und der Professionalität der Präsentation bewertet. Der Gewinner wird in der kommenden World of Metallurgy – Erzmetall 4/2017 bekannt gegeben.

Mit der diesjährigen European Metallurgical Conference ist es laut Veranstalter gelungen, einen internationalen Hochkaräter in der weltweiten Kongresslandschaft zu etablieren. Vertreter aus Industrie, Wissenschaft, Behörden, Hochschulen und Politik hätten im interdisziplinären Erfahrungsaustausch die Konferenz erneut zum Hotspot der internationalen NE-Metallurgie gemacht.

Die Tagungsbände liegen auch in diesem Jahr wieder als gedruckte Ausgabe und als CD vorliegen und können beim GDMB Verlag unter www.gdmb-shop.de nachbestellt werden.

Quelle: Gesellschaft der Metallurgen und Bergleute e.V. (GDMB)