rPET: Hersteller setzen auf Direkt-Verarbeitung und Lebensmitteltauglichkeit

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Der Multi Purpose Reactor MPR 1500 (Foto: Erema)

Ansfelden, Österreich — Laut Anlagenhersteller Erema geht der Trend im PET-Recycling deutlich in Richtung Direkt-Verarbeitung. Dabei entfällt die Granulatproduktion als Zwischenschritt: Post Consumer PET Flakes oder auch PET Produktionsabfälle werden direkt und in einer Wärme zu Endprodukten verarbeitet. Außerdem ergänzen immer mehr Kunden ihre bestehende Extrusionsanlage um das Attribut „Lebensmitteltauglichkeit“.

Weltweit werden bereits jährlich 1,3 Mio. Tonnen PET mit der Vacurema-Technologie von Erema recycelt. Endprodukte sind unter anderem lebensmittelechte Preforms für die Getränkeindustrie, Tiefziehfolien, Fasern oder Umreifungsbänder. Alleine in den letzten 15 Monaten wurden 24 dieser Vacurema Inline-Anlagen ausgeliefert.

Kunden, die ihre bereits bestehende PET-Extrusionsanlagen für lebensmitteltaugliche Endprodukte umrüsten, bietet Erema zusätzlich einen hocheffizienten Kristallisationstrockner: den Multi Purpose Reactor (MPR). Dekontamination, Trocknung, Entstaubung und Kristallisation von unterschiedlichen PET Inputmaterialien erfolgen vorbereitend für die Extrusion in nur einem Schritt.

„Der MPR ist mehr und mehr bei Kunden gefragt, die einen herkömmlichen Kristallisierer und Vortrockner haben, und mit langer Prozesszeit und hohen Betriebskosten konfrontiert sind. Mit einem Energieverbrauch von nur 0,1 kWh/kg ist der MPR Kristallisierer und Vortrockner zugleich und somit die wirtschaftlich interessantere Alternative“, betont Christoph Wöss, Business Development Manager für den Bereich Bottle bei Erema. Inputmaterialien wie gewaschene PET-Bottle-Flakes, gemahlene PET-Flachfolienabfälle als auch PET-Neuware sowie deren Mischungen werden dekontaminiert und so bereits vor der Extrusion lebenmitteltauglich. „Die Liste von Alternativanbietern diverser PET-Extruder ohne Vorbehandlung ist lange und verlockend. Aber nachträgliche Investitionen für Trockner oder wartungsintensive Dekontaminierungsmodule verringern am Ende die Profite der PET-Produzenten“, warnt Christoph Wöss.

Der Relaunch des MPR hat seitdem einerseits das Interesse von Neukunden geweckt und andererseits viele Bestandskunden bestärkt, auch zukünftig auf Erema Technologie zu setzen. So auch Sky-Light, einen dänischen Spezialisten für individuelle Verpackungslösungen. „Wir bei Sky-Light vertrauen in Sachen Lebensmitteltauglichkeit bei PET auf den MPR von Erema – bereits zum zweiten Mal. Bei der erneuten Erweiterung unserer Produktionskapazitäten haben wir den Doppelschneckenextruder auch diesmal mit einem MPR ergänzt“, hält Sky-Light Eigentümer Søren Larsen fest. „Der gestiegene Ausstoß durch die Erhöhung der Schüttdichte bei PET Flakes und Flachfolienabfällen und der stabile IV Wert sind aus Unternehmersicht mehr als überzeugend.“

Quelle: Erema Engineering Recycling Maschinen und Anlagen Ges.m.b.H.