Let’s Clean Up Europe: Kontinentaler Frühjahrsputz am 10. Mai

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Let`s Clean Up Europe (Quelle: EWWR)

Brüssel — Jedes Jahr enden Millionen Tonnen Abfall auf den Straßen, in den Meeren, den Wäldern, den Naturlandschaften und an den Stränden Europas. Und jedes Jahr sind Millionen europäische Bürger in ihrem Viertel unterwegs, um freiwillig bei Reinigungsaktionen mitzumachen. Mit der Initiative „Let’s Clean up Europe“ (Frühjahrsputz in Europa) soll dafür geworben werden, mehr solcher Aktionen durchzuführen, um für das Ausmaß des Verschmutzungs- und Abfallproblems zu sensibilisieren und Verhaltensänderungen zu bewirken. Organisiert wird die Kampagne im Rahmen der Europäischen Woche zur Abfallvermeidung (European Week of Waste reduction, kurz: EWWR).

Hierzu erklärte EU-Kommissar Janez Potočnik: „Immer mehr Bürger engagieren sich EU-weit in Reinigungsaktionen, und wir wollen ihnen das Gefühl geben, dass sie Teil eines europäischen Ereignisses sind. Wir haben ein Netz mit Kontaktstellen in 21 Ländern aufgebaut, damit die Bürger erfahren, was in ihrem Viertel stattfindet, und wie sie selbst mithelfen können. Hier muss jeder mit anpacken. Ziehen wir also unsere Stiefel und Arbeitshandschuhe an. Wir alle wollen in einer sauberen Umgebung leben, also machen wir gemeinsam Frühjahrsputz in Europa!“

In den vergangenen Jahren wurden bereits einige Reinigungskampagnen in Europa veranstaltet, um dem Abfallproblem beizukommen. Mit der Kampagne „Let’s Clean Up Europe!“ werden diese Initiativen am selben Tag in einer europaweiten Reinigungsaktion zusammengebracht, damit möglichst viele Bürger erreicht werden.

„Let’s Clean Up Europe“ ist eine echte Bürgerinitiative, die zum Ziel hat, die Öffentlichkeit zur Reinigung ihrer Umgebung im eigenen Interesse zu mobilisieren. Die Erfahrung hat gezeigt, dass die Menschen oft erstaunt darüber sind, wie viele Abfälle in ihrer Nähe erzeugt und weggeworfen werden. Abfälle können jedoch wertvoll sein. Papier, Glas, Metall und Kunststoff lassen sich wiederverwenden oder recyceln, wenn sie gesammelt werden. Dies schont die Umwelt, schafft Erwerbsmöglichkeiten und Arbeitsplätze und fördert gleichzeitig die Kreislaufwirtschaft in Europa.

Die Kommission unterstützt zwar das Ereignis, die einzelnen Reinigungsaktionen sind jedoch völlig unabhängig und werden lokal von den Bürgern geleitet. Häufig finden die Aktionen jedoch unter Beteiligung von Kommunalbehörden, NRO, Unternehmen und Schulen statt bzw. werden von ihnen koordiniert. In 15 EU-Mitgliedstaaten sowie Andorra, Bosnien und Herzegowina, Norwegen, Serbien und der Türkei finden Veranstaltungen statt. Die Website der nationalen Organisatoren listet die Aktionen in den einzelnen Mitgliedstaaten auf.

Quelle: EU Kommission