125 Jahre Steinert: Fortschritte in 2013 trotz schwieriger Umstände

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Quelle: Steinert

Köln — Auch im Jahr 2013 wurde der Schwerpunkt in der Steinert-Gruppe auf die Entwicklung der Auslandsmärkte gesetzt. Trotz verstärkten Engagements konnten nicht in allen Märkten die gesetzten Ziele erreicht werden: Geprägt von fallenden Rohstoffpreisen und geringeren Handelsvolumina, z.B. Schrotthandel, war 2013 ein schwieriges Jahr. So hat sich insbesondere der amerikanische Markt nicht wie geplant entwickelt und blieb deutlich hinter den Umsatzerwartungen zurück.

Dennoch wurden auch im Jahr 2013 Fortschritte erzielt. So wurde beispielsweise Steinert China als eigenständige Gesellschaft gegründet. In Brasilien wurde eine Fertigung eröffnet und es erfolgte eine Neuaufstellung der japanischen Tochtergesellschaft in Tokio. Damit ist die Steinert Unternehmensgruppe weiterhin konsequent auf Internationalisierung ausgerichtet.

Steinert möchte den Kontakt zu bestehenden und potenziellen neuen Kunden weiter intensivieren und noch mehr Ansprechpartner vor Ort schaffen. Dies wird ab sofort mit einer weiteren personellen Aufstockung des Vertriebs durch einen Vertriebsleiter national (DACH-Länder) und einen Vertriebsleiter international erreicht.

Verbesserungen im Feinkornbereich

In der Technik lag der Schwerpunkt auf der Verbesserung von Ausbringungen und Reinheiten insbesondere im Feinkornbereich, z.B. Müllverbrennungsschlacke. Hier erreichen die Induktionssortiersysteme (ISS) von Steinert, Ausbringungsraten von weit mehr als 90 Prozent. Heutzutage steht dabei die Erfassung sämtlicher in der Schlacke enthaltenen freien Metalle im Vordergrund. Dadurch wird zum einen ein weiterer lukrativer Weg zur Wertsteigerung der Müllverbrennungsschlacke eröffnet, zum anderen das Ziel der Herstellung einer weitgehend metallfreien Schlacke erreicht.

Ebenso hat Steinert die bewährte Technik des Nichteisenmetallscheiders (NES) weiterentwickelt und beeinflusst: durch eine schnellere Drehung der Poltrommel (4.000 Umdrehungen pro Minute) und die damit verbundene höhere Wechselfrequenz von deutlich oberhalb von 1 kHz. Das bedeutet bis zu 30 Prozent mehr Ausbringung im Feinkornbereich.

KSS: Reinheit bis zu 95 Prozent steigerbar

Für die Herstellung eines werthaltigen und marktfähigen Edelstahlproduktes kann der ARGOS-C-Sensor in einer Steinert KSS in Kombination mit einem 3D- und Farbsensor die Reinheit eines vorangereicherten Zurik-Materialstroms auf bis zu 95 Prozent erhöhen.

Im Steinert Kombinationssortiersystem (KSS), der mit dem neuen Sensor ARGOS-C ausgestattet ist, werden unterschiedliche Signale wie Farbe, Leitfähigkeit und Form verarbeitet und intelligent ausgewertet, um bestmögliche Sortierergebnisse zu erzielen.

Das Jahr 2014 steht bei Steinert im Zeichen des 125-jährigen Firmenjubiläums. Mit einer Steinert Open wird dies im September auf dem Steinert Betriebsgelände in Köln gefeiert.

Quelle: Steinert Elektromagnetbau GmbH