EU-Kommission sagt „Nein“ zu Bargeld-Einschränkungen, prüft aber Konsequenzen

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Bargeld (Foto: ©Andreas Hermsdorf /http://www.pixelio.de)

Berlin/Brüssel — Ein „Nein“ zur Einschränkung des Bargeldverkehrs in Europa: Zu diesem Ergebnis kommt jetzt eine Konsultation der Europäischen Kommission, die im März 2017 startete. Von den mehr als 30.000 Befragten aus Industrie, öffentlichem Sektor und politischen Institutionen sprachen sich 95 Prozent gegen mögliche Restriktionen bei der Barzahlung von Geschäften auf EU-Level aus. Trotz des eindeutigen Ergebnisses analysiert die Europäische Kommission in einer Studie die möglichen Konsequenzen bei einer Einführung von Restriktionen im Barhandel.

„Wir freuen uns, dass europaweit ein einheitliches Bild zu den Planspielen der Einschränkung des Bargeldverkehrs besteht. Wir sind weiterhin der Ansicht, dass die Ausweitung von Onlinegeschäften und die gleichzeitig künstliche Beschränkung der freien und individuellen Barhandelsgeschäfte unserer Mitglieder keine Vorteile bietet“, erklärt Thomas Reuther, Präsident des Verband Deutscher Metallhändler e.V.

Ob und inwieweit die aktuelle Studie der Europäischen Kommission auf die Ergebnisse der Konsultation Bezug nimmt, wird 2018 veröffentlicht werden. Änderungen im Handel werden daraus ableitend nicht vor 2020/2021 erwartet. Ferner beträfe eine mögliche Einführung von Bargeldlimits bei Transaktionen nicht nur den Metallhandel, sondern alle Branchen.

Der europäische Dachverband EuRIC will weiterhin die nächsten Prozessschritte und mögliche Auswirkungen für den Metallhandel und Recyclingwirtschaft in Deutschland verfolgen.

Quelle: Verband Deutscher Metallhändler e.V.