UBA-Studie klärt Verbleib von außer Betrieb gesetzten Fahrzeugen

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Altfahrzeuge (Foto: O. Kürth)

Dessau-Roßlau — Jährlich werden in Deutschland rund 8 Millionen Personenkraftwagen (Pkw) außer Betrieb gesetzt, von denen rund 3 Millionen als endgültig außer Betrieb gesetzt betrachtet wurden. Aus den verfügbaren statistischen Quellen ließ sich der Verbleib von jährlich gut 1 Million der endgültig außer Betrieb gesetzten Pkw in Deutschland nicht belegen. Diese ‚statistische Lücke‘ sollte ein Forschungsvorhabens untersuchen, das jetzt seinen Bericht vorgelegt hat.

Das Forscherteam analysierte die Ursachen der statistischen Lücke über intensive Expertengespräche, Workshops, Primärerhebungen, Datenbankauswertungen und Literaturrecherchen und systematisierte die Verbleibswege in Szenarien.

Im Ergebnis zeigte sich, dass die Anzahl der zugrunde gelegten Außerbetriebsetzungen erhöht werden musste, da N1-Fahrzeuge (0,36 Mio. Fahrzeuge) bisher nicht erfasst wurden Die korrigierte Berechnung der Anzahl endgültig außer Betrieb gesetzter Fahrzeuge ergab eine Minderung der Lücke um 0,52 Mio. Fahrzeuge. Lücken im Informationsfluss ausländischer Zollausgangsstellen waren die Ursache für eine Lücke von rund 0,21 Mio. Fahrzeugen.

Vor dem Hintergrund dieser und weiterer Ergebnisse konnte die statistische Lücke weitestgehend geschlossen werden. Datenunsicherheiten bestehen nun insbesondere bei den Verbleibswegen der nicht-anerkannten Demontage im In- und Ausland.

Die Studie steht (auf deutsch oder englisch) unter umweltbundesamt.de (dt) oder umweltbundesamt.de (en) zum Download bereit.

Quelle: Umweltbundesamt