ElektroG: Beleuchtete Fidget Spinner müssen als Elektrogeräte angemeldet werden

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Fidget Spinner in Aktion (Foto: pixelcreatures /( Pixabay)

Hamburg — Fidget Spinner sind der Spielzeug-Renner der Saison und von den Schulhöfen nicht mehr wegzudenken. Diese Handkreisel gibt es auch mit Beleuchtung. Nach Expertenmeinung fallen sie daher unter das Elektrogesetz. Als Geräteart kommt dabei „7.1 Spielzeug für die Nutzung in privaten Haushalten“ in Betracht.

Auf Grund zahlreicher Anfragen seiner Mitglieder und Kunden hat take-e-way von Rechtsanwalt Dr. Holger Jacobj von der Kanzlei Versteyl Rechtsanwälte klären lassen, ob es sich bei leuchtenden Fidget Spinnern um Elektrogeräte handelt. Dr. Jacobj kam zu dem Schluss, dass Fidget Spinner unter das ElektroG fallen, wenn sie zu ihrem ordnungsgemäßen Betrieb von elektrischen Strömen oder elektromagnetischen Feldern abhängig sind (§ 3 Nr. 1 a ElektroG).

Viele Verkäufer gehen fälschlicherweise davon aus, dass die leuchtenden Fidget Spinner keine Elektrogeräte seien, weil das Leuchten bloß eine untergeordnete Sekundärfunktion darstelle. Diese Argumentation ist aus Sicht von Dr. Jacobj hinfällig, denn die gesetzliche Definition unterscheidet nicht zwischen Primär- und Sekundärfunktionen, sondern stellt nur auf den ordnungsgemäßen Betrieb ab. So ist der Fidget Spinner zwar auch ohne Beleuchtung funktionsfähig. Wenn die Spinner ausdrücklich mit Leuchtfunktion angeboten werden, wird der Erwerber diese jedoch auch einfordern und bei Ausfall dieser Funktion einen Sachmangel geltend machen.

take-e-way bietet die Anmeldung der leuchtenden Fidget Spinner bei der EAR an. Weitere Informationen sind unter 040/219010-65 oder beratung@take-e-way.de erhältlich.

Quelle: take-e-way GmbH