HWWI-Index für Industrierohstoffe nochmals gefallen

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Hamburg — Im Mai fiel der HWWI-Rohstoffpreisindex um 3,9 Prozent (in Euro: -6,8 Prozent) gegenüber dem Vormonat. Der Index ohne Energie fiel um 3,1 Prozent (in Euro: -6,0 Prozent). Die Ursache für die Entwicklung waren Preissenkungen vor allem bei den Energie- und Industrierohstoffen. So sank der Index für Energierohstoffe um 4,1 Prozent (in Euro -7,0 Prozent) und der Index für Industrierohstoffe fiel um 5,0 Prozent (in Euro -7,8 Prozent).

Im Mai ist der Index für Industrierohstoffe nochmals gefallen. Die Preise von NE-Metallen sanken durchschnittlich um 1,6 Prozent (in Euro: -4,5 Prozent). Der Preis von Blei verbilligte sich um 4,4 Prozent (in Euro: -7,2 Prozent). Der Kupferpreis fiel um 1,9 Prozent (in Euro: -4,8 Prozent). Der Preis für Nickel sank um 5,3 Prozent (in Euro -8,2 Prozent) und der Zinkpreis fiel um 1,6 Prozent (in Euro: -4,5 Prozent). Der Aluminiumpreis fiel um 0,9 Prozent (in Euro: -3,8 Prozent). Der Zinnpreis stieg um 1,2 Prozent (in Euro: -1,8 Prozent).

Besonders stark gefallen ist erneut der Preis für Eisenerz mit -13,5 Prozent (in Euro -16,1 Prozent). Weiterhin besteht ein weltweites Überangebot an Roheisen und Stahl aufgrund hoher Fördermengen der Eisenerzminenbetreiber und Stahlanbieter. Darüber hinaus bremsen höhere Recycling-Quoten bei Stahlschrott die Nachfrage nach Eisenerz zusätzlich.

Im Mai sanken ebenso die durchschnittlichen Preise für agrarische Rohstoffe. Der Kautschukpreis fiel um -7,7 Prozent (in Euro: -10,5 Prozent) erneut im Mai besonders stark. Das ist weiterhin auf ein zu erwartendes Überangebot von Kautschuk zurückzuführen. Hier sind keine schnellen strukturellen Änderungen zu erwarten, da die Mehrzahl der Anbieter kleinbäuerlich organisiert ist und die Kautschukeinnahmen für ihren Lebensunterhalt benötigt.

Quelle: Hamburgisches WeltWirtschaftsInstitut gemeinnützige GmbH (HWWI)