ERP-Rücknahmesystem übertrifft gesetzlich geforderte Altbatterie-Sammelquote

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ERP-Netzwerk (Quelle: ERP)

Mainz — Das herstellereigene Rücknahmesystem für Gerätebatterien der European Recycling Platform (ERP) Deutschland GmbH hat mit der Sammelquote von 46 Prozent im Kalenderjahr 2016 mehr Altbatterien gesammelt und recycelt als die gesetzlich vorgegebene Sammelquote fordert. Ein externer Sachverständiger bestätigte der ERP Deutschland GmbH die Sammelquote von 46 Prozent für das Kalenderjahr 2016.

Das Batteriegesetz (Gesetz über das Inverkehrbringen, die Rücknahme und die umweltverträgliche Entsorgung von Batterien und Akkumulatoren) sieht eine etappenweise Erhöhung des Sammelziels vor. Bereits für das Jahr 2012 war ein Sammelziel von mehr als
35 Prozent für Gerätebatterien definiert. Eine weitere Steigerung der zu sammelnden Geräte-Altbatterien war für das Jahr 2014 mit mindestens 40 Prozent festgelegt, und ab dem Kalenderjahr 2016 ist das Sammelziel auf mehr als 45 Prozent angehoben worden. ERP hat die Sammelaktivitäten jährlich ausgeweitet und konnte demzufolge die Rücknahme von Altbatterien aus Haushalten über die erforderliche Menge von 45 Prozent hinaus erhöhen.

Die Sammelquote wird ermittelt aus der jährlichen Menge der auf den Markt gebrachten Gerätebatterien (Verkaufsmenge in Deutschland), dem Mengenanteil der Hersteller von Batterien, welche dem ERP-Rücknahmesystem angeschlossen sind, sowie der gesammelten Geräte-Altbatterien, die im gleichen Jahr durch ERP zurückgenommen wurden.

Das Rücknahmesystem für Batterien der European Recycling Platform (ERP) ist seit 2010 von der obersten Behörde des Landes Nordrhein-Westfalen genehmigt und betreibt seitdem eine wachsende, flächendeckende Rücknahme an Sammelstellen in ganz Deutschland. ERP führt die Sammlung in zugelassenen Batteriefässern für größere Sammelvolumen und in speziellen Sammelkartons für Sammelmengen am Arbeitsplatz, in Schulen und Geschäften durch. Gesammelte Batterien werden nach chemischen Systemen sortiert und dann spezialisierten und zusätzlich von ERP auditierten Verwertungsanlagen zugeführt.

Das Ursprungsziel des Gesetzes, die Umwelt sowohl vor dem Eintrag von gefährlichen Substanzen (Quecksilber, Cadmium, Blei und andere) aus Batterien zu schützen, als auch die Wertstoffe aus Batterien im Sinne des Recyclings erneut in den Wirtschaftskreislauf zu bringen, ist Bestandteil der Rücknahmeaktivitäten rund um Batterien.

Das Batteriegesetz bindet den Verbraucher ebenfalls in die Rücknahme ein, indem es ihn verpflichtet, gebrauchte Batterien aus Haushalten – dazu gehören auch kleine Knopfzellen, die sich in Geräten wie Spielzeugen, IT- und Kommunikationstechnik, Werkzeugen, etc. befinden –, einer rechtmäßigen Sammelstelle zuzuführen. Die Restabfalltonne ist nicht geeignet, da vor der Entsorgung der Abfälle keine Aussortierung der Batterien geschieht. Die Batterien gelangen dann einerseits nicht ins Recycling, andererseits könnten austretende chemische Substanzen Umwelt und Gesundheit gefährden.

Der veröffentlichte Bericht für 2016 soll gemäß § 15 (2) des Batteriegesetzes auf der ERP Webseite zum Download bereitstehen. Weitere Informationen sind unter erp-recycling.de erhältlich.

Quelle: European Recycling Platform (ERP) Deutschland GmbH