Umweltvorgaben zwingen Polen zu weiteren Investitionen in die Abfallwirtschaft

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Polnische Nationalflagge (Quelle: pixabay)

Warschau, Polen — Die polnische Abfallwirtschaft muss weiter investieren. Strengere Umweltauflagen sind zu erfüllen und die Recyclingquote muss steigen. Den größten Anteil an der Entsorgung hatte 2015 mit 44 Prozent die Ablagerung auf Deponien. Die Quote sinkt jedoch. Kommunale Abfälle werden zunehmend in Müllverbrennungsanlagen beseitigt; eine solche plant auch Danzig. Die Energiegewinnung aus Abfällen rückt in den Fokus und moderne Technologien sind gefragt. Dadurch ergeben sich auch für deutsche Unternehmen gute Geschäftschancen, meldet Germany Trade & Invest.

Die Anzahl der begonnenen Projekte in der Abfallwirtschaft stieg 2016 auf 450 (2015: 366), so dass mit einer Belebung der Investitionstätigkeit zu rechnen ist. Die Umsätze der Abfallwirtschaft einschließlich Wiedergewinnung von Rohstoffen betrugen 2016 laut GUS knapp € 3,4 Mrd. (ohne Kleinbetriebe). Das entspricht einem realen Zuwachs gegenüber 2015 um 2,7 Prozent. Den Wert des Marktes für Siedlungsmüll 2015 veranschlagen Branchenkenner auf €11,5 Mrd.

Für deutsche Unternehmen ergeben sich Chancen nicht nur für die Zulieferung von Ausrüstungen für MVA, sondern auch für Recycling- und andere Anlagen zur Abfallbehandlung. Eine weitere Finanzierungsquelle ist der Nationale Fonds für Umweltschutz und Wasserwirtschaft NFOSiGW.

Weitere Informationen sind unter gtai.de erhältlich.

Quelle: Germany Trade & Invest