Jahresabschlussergebnis 2016 der Recylex Gruppe liegt im positiven Bereich

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Quelle: Recylex Gruppe

Suresnes, Frankreich — Das laufende Betriebsergebnis der Recylex Gruppe für 2016 hat die Gewinnschwelle erreicht. Das angepasste laufende Betriebsergebnis liegt mit 9,0 Mio. € im positiven Bereich. Das Nettoergebnis der Gruppe verzeichnet eine starke Verbesserung, obwohl aufgrund der von der Europäischen Kommission auferlegten Buße ein Verlust von 10,1 Mio. € resultiert.

„Die Leistung der Recylex Gruppe hat sich im Geschäftsjahr 2016 vom ersten auf das zweite Halbjahr stark verbessert. Recylex profitierte von den anziehenden Rohstoffpreisen, insbesondere im vierten Quartal, aber auch vom Erfolg der Maßnahmen zur Wiederherstellung der Rentabilität, wie der selektiven Beschaffungspolitik im Geschäftsbereich Blei und den seit mehreren Jahren eingeleiteten Maßnahmen zur Produktivitätssteigerung“, erklärte Yves Roche, Vorstandsvorsitzender der Recylex Gruppe. Dank der Vereinbarung mit der EU Kommission „kann die Gruppe wieder zuversichtlich in die Zukunft blicken und sich voll auf ihre industriellen Prioritäten konzentrieren, hauptsächlich auf den Bau des Reduktionsofens in Deutschland, einer einzigartigen Technologie in Europa“.

Im Geschäftsbereich Blei wurde 73 Prozent des Konzernumsatzes im Geschäftsjahr 2016 erwirtschaftet. In den Verwertungsanlagen der Gruppe wurden 111.000 Tonnen Altbatterien verwertet. Das sind 7 Prozent weniger als im Geschäftsjahr 2015 (120.000 Tonnen). Die Tochtergesellschaft Weser-Metall GmbH erzielte 2016 eine Produktion von 117.014 Tonnen Blei, gegenüber 125.506 Tonnen im Vorjahr, was ebenfalls einem Rückgang von 7 Prozent entspricht.

Dieser Umsatzrückgang ist hauptsächlich auf den Produktionsrückgang im Geschäftsjahr 2016 in Zusammenhang mit der veränderten Zusammensetzung des beschafften Materials und der Fortsetzung der selektiven Beschaffungspolitik der Gruppe zurückzuführen. Der Umsatzrückgang wurde trotz der günstigen Vergleichsbasis aufgrund des im ersten Halbjahr 2015 durchgeführten Wartungsstillstands (kein Wartungsstillstand im Jahr 2016) und der höheren Bleipreise, vor allem in der zweiten Jahreshälfte 2016, verbucht.

Der Geschäftsbereich Zink stand für 19 Prozent des Konzernumsatzes Mit 173.700 Tonnen verarbeitetem Staub von Elektrostahlwerken belief sich die Gesamtproduktion von Wälzoxiden der beiden Werke der Gruppe (Harz-Metall GmbH in Deutschland und 50-prozentige Beteiligung an Recytech SA in Frankreich) im Geschäftsjahr 2016 auf 72.600 Tonnen, gegenüber 65.900 Tonnen bei 164.300 Tonnen verarbeitetem Staub im Vorjahr. Das produzierte Volumen konnte gegenüber dem Geschäftsjahr 2015 um 10 Prozent gesteigert werden, was auf die günstige Vergleichsbasis im Zusammenhang mit dem Wartungsstillstand bei Harz-Metall GmbH im Geschäftsjahr 2015 zurückgeführt werden kann (kein Wartungsstillstand im Jahr 2016).

Im Weiteren belief sich die Produktion von Zinkoxiden der Tochtergesellschaft Norzinco GmbH für 2016 auf 23.780 Tonnen gegenüber 22.940 Tonnen im Vorjahr, was einem Anstieg von 4 Prozent entspricht.

Im Geschäftsbereich Kunststoff wurden 4 Prozent des Geschäftsumsatzes erwirtschaftet. Die beiden Tochtergesellschaften der Gruppe, C2P SAS in Frankreich und C2P GmbH in Deutschland, haben 14.830 Tonnen rezykliertes Polypropylen produziert; das sind 10 Prozent weniger als im Vorjahr (16.530 Tonnen).

Aufgrund des tiefen Niveaus der Erdölpreise wird diese Aktivität nach wie vor durch die geringere Wettbewerbsfähigkeit der rezyklierten Materialien gegenüber neuem Polypropylen beeinträchtigt. Mit stabilen Volumen und leicht anziehenden Preisen hat sich C2P in Frankreich gut geschlagen. Positiv ausgewirkt haben sich die Diversifikation des Geschäftsportfolios und die Positionierung in einem höheren Marktsegment. Im Gegensatz dazu verzeichnete C2P in Deutschland einen Rückgang der Verkaufsvolumen und der Verkaufspreise aufgrund des nach wie vor schwierigen Umfelds. Dennoch blieb das laufende Betriebsergebnis (ROC) des Geschäftsbereichs mit 0,3 Millionen Euro für das Geschäftsjahr 2016 stabil.

Aus dem Geschäftsbereich Spezialmetalle (4 Prozent des Konzernumsatzes) resultiert für das Geschäftsjahr 2016 ein laufender Betriebsverlust von 3,3 Millionen Euro, gegenüber einem Verlust von 0,6 Millionen Euro im Vorjahr. Dieser Rückgang ist hauptsächlich auf die selektivere Verkaufsstrategie von Arsen zurückzuführen, die darauf abzielt, das Niveau der Verkaufspreise zu halten, sowie auf einen konjunkturell bedingten Rückgang von Volumen und Preisen bei Germanium aufgrund des weniger dynamischen Marktes.

Quelle: Recylex Gruppe