Recylex Gruppe konzentriert sich auf die Wiederherstellung ihrer Rentabilität

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Quelle: Recylex Gruppe

Suresnes, Frankreich — Im Geschäftsjahr 2016 erzielte die Recylex Gruppe einen Konzernumsatz von 382,0 Millionen Euro, was einem äußerst geringen Rückgang von 1 Prozent gegenüber 2015 entspricht. Dank des Anstiegs der Blei- und Zinkpreise, die Ende Jahr ein Jahreshoch erreicht haben, konnte das Unternehmen im Geschäftsjahr 2016 seine Leistung vom ersten auf das zweite Halbjahr signifikant verbessern. Im ersten Quartal 2017 verzeichnete der Umsatz aus denselben Gründen einen kräftigen Anstieg, obwohl zurzeit eine Korrektur der Metallpreise festzustellen ist.

Die Europäische Union hat angesichts der speziellen Situation der Recylex Gruppe den von Recylex SA vorgeschlagenen Plan über eine gestaffelte Zahlung der von ihr am 8. Februar 2017 auferlegten Busse in der Höhe von 26,7 Millionen Euro angenommen. „Es ist Recylex gelungen, mit der Europäischen Union und ihren wichtigsten Finanzpartnern eine Vereinbarung über eine gestaffelte Zahlung der am 8. Februar auferlegten Busse auszuhandeln. Dank dieser Vereinbarung können Recylex und ihre Teams mit Vertrauen in die Zukunft blicken und sich auf die Wiederherstellung der Rentabilität der Gruppe konzentrieren, insbesondere im Geschäftsbereich Blei. Wir führen ein bedeutendes Ausbildungsprogramm in der Gruppe durch, um die Einhaltung der Compliance-Vorgaben zu unterstützen“, bilanzierte Yves Roche, Vorstandsvorsitzender der Recylex Gruppe.

Geschäftsbereich Blei

Im Geschäftsjahr 2016 erwirtschaftete der Geschäftsbereich Blei 73 Prozent des Konzernumsatzes. Der Umsatz belief sich zum 31. Dezember 2016 auf 278,3 Millionen Euro; dies entspricht einem Rückgang von 1 Prozent gegenüber dem Geschäftsjahr 2015. Trotz der günstigen Vergleichsbasis aufgrund des im ersten Halbjahr 2015 durchgeführten Wartungsstillstands (kein Wartungsstillstand im Jahr 2016) ist dieser sehr geringe Umsatzrückgang hauptsächlich auf den Produktionsrückgang in den ersten neun Monaten des Jahres in Zusammenhang mit der veränderten Zusammensetzung des beschafften Materials zurückzuführen.

Um die geringere Verfügbarkeit von Recyclingmaterial zu kompensieren, verarbeitete die Gruppe mehr Bleikonzentrate (die weniger Blei enthalten als die Sekundärrohstoffe aus Altbatterien), setzte aber gleichzeitig ihre selektive Beschaffungspolitik bei den Altbatterien fort, um das Niveau ihrer Margen und den Bedarf an umlaufenden Betriebsmitteln zu halten. Aus diesen Gründen verzeichnete die Tochtergesellschaft Weser- Metall GmbH 2016 eine Produktion von 117 014 Tonnen, gegenüber 125 506 Tonnen im Vorjahr, was einem Rückgang von nahezu 7 Prozent entspricht.

Geschäftsbereich Zink

Im Geschäftsjahr 2016 entfielen 19 Prozent des Konzernumsatzes auf den Geschäftsbereich Zink. Der Umsatz belief sich zum 31. Dezember 2016 auf 73,2 Millionen Euro; dies entspricht einem Anstieg von 11 Prozent gegenüber dem Geschäftsjahr 2015. Beim Recycling von Altzink konnte der Umsatz 2016 gegenüber 2015 kräftig gesteigert werden. Die Umsatzentwicklung profitierte vom Anstieg der verarbeiteten Volumen aufgrund einer günstigen Vergleichsbasis (kein Wartungsstillstand bei Harz-Metall GmbH im Geschäftsjahr 2016 gegenüber einem Stillstand im Vorjahr) und dem Anstieg des durchschnittlichen Zinkpreises im Geschäftsjahr 2016 gegenüber 2015. Die Produktion von Wälzoxiden der deutschen Tochtergesellschaft Harz-Metall GmbH belief sich 2016 somit auf 28 310 Tonnen gegenüber 22 182 Tonnen ein Jahr zuvor, was einem Anstieg von 28 Prozent entspricht.

Bei der Produktion von Zinkoxiden wurde die Leistung gegenüber 2015 sehr geringfügig verbessert. Dank der höheren Zinkpreise im Geschäftsjahr 2016 und der Verbesserung der Industrieleistung und der Geschäftsbedingungen im vierten Quartal 2016 gelang es, nach der in den ersten neun Monaten von 2016 beobachteten Entwicklung eine Trendwende herbeizuführen. Im Weiteren belief sich die Produktion von Zinkoxiden der deutschen Tochtergesellschaft Norzinco GmbH für 2016 auf 23 778 Tonnen gegenüber 22 941 Tonnen im Vorjahr, was einem Anstieg von 4 Prozent entspricht.

Geschäftsbereich Kunststoff

Im Geschäftsjahr 2016 entfielen 4 Prozent des Konzernumsatzes auf den Geschäftsbereich Kunststoff. 2016 wurde ein Umsatzrückgang von 9 Prozent auf 15,5 Millionen Euro verzeichnet. Diese Aktivität wird aufgrund des tiefen Niveaus der Erdölpreise nach wie vor durch die geringere Wettbewerbsfähigkeit der rezyklierten Materialien gegenüber neuem Polypropylen beeinträchtigt. 2016 belief sich die Produktion von rezykliertem Polypropylen auf insgesamt 14.834 Tonnen, gegenüber 16.533 Tonnen im Vorjahr; dies entspricht einem Rückgang von 10 Prozent gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum.

Geschäftsbereich Spezialmetalle

Per Ende Dezember 2016 entfielen 4 Prozent des Konzernumsatzes auf den Geschäftsbereich Spezialmetalle. Der Umsatz verzeichnete im Geschäftsjahr 2016 gegenüber 2015 einen Rückgang von 27 Prozent auf 15,0 Millionen Euro. Dieser erneute Rückgang ist hauptsächlich auf die selektivere Verkaufsstrategie von Arsen zurückzuführen, die darauf abzielt, das Niveau der Verkaufspreise zu halten, sowie auf einen konjunkturell bedingten Rückgang von Volumen und Preisen bei Germanium aufgrund des weniger dynamischen Marktes.

Quelle: Recylex Gruppe