EU Parlament schlägt Maßnahmen gegen Lebensmittel-Verschwendung vor

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Essensreste (Foto: Ben Kerckx / Pixabay)

Brüssel — Das EU Parlament hatte im März 2017 eine Verringerung der Lebensmittelverschwendung bis 2025 um 30 Prozent und bis 2030 um 50 Prozent als Ziel festgelegt. Dazu hat es jetzt die EU-Kommission aufgefordert, die Beschränkungen für Lebensmittelspenden aufzuheben und die Verwirrung bezüglich der Angaben zum „Mindesthaltbarkeitsdatum“ und zum „Verbrauchsdatum“ von Lebensmitteln zu beenden, zumal Lebensmittel auch nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums noch essbar sind.

Die EU-Kommission soll dazu die Mehrwertsteuerbefreiung von Lebensmittelspenden ausdrücklich für zulässig erklären. Der Europäische Hilfsfonds für die am stärksten benachteiligten Personen (EHAP) sollte zur Finanzierung von Sammlung, Transport, Lagerung und Vertrieb von Lebensmittelspenden genutzt werden.

„In den Industrieländern werden die meisten Lebensmittel am Ende der Versorgungskette, nämlich beim Vertrieb und beim Verbrauch, verschwendet. Jeder trägt einen Teil der Verantwortung, um dieses Problem in den Griff zu bekommen“, betonte die Berichterstatterin Biljana Borzan. In ihrem Bericht fordert sie koordinierte politische Maßnahmen in den Bereichen Etikettierung, Haftung und Information, „da die meisten Verbraucher die genaue Bedeutung des Mindesthaltbarkeitsdatums und des Verbrauchsdatums nicht verstehen. Darüber hinaus sollten wir uns mit den Mängeln der bestehenden EU-Rechtsvorschriften befassen, und zwar dort, wo sie Lebensmittelspenden behindern.“

Ihre Entschließung wurde mit 623 Stimmen verabschiedet, bei 33 Gegenstimmen und 20 Enthaltungen.

Quelle: Europäisches Parlament