Förderung angekündigt: Rohstoffwende in der bayerischen Bauwirtschaft

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Staatsminister Marcel Huber (Foto: Kroll / Recyclingportal)

München — Die Rohstoffwende in der bayerischen Bauwirtschaft und die Förderung des Recyclings insbesondere im Bereich der Bau- und Abbruchabfälle stellte der Bayerische Umweltminister Dr. Marcel Huber in den Mittelpunkt bei den Recyclingtagen von Baustoff Recycling Bayern e.V. und bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V. am 25. und 26. Februar 2014.

Auch in der bayerischen Bauwirtschaft muss es gelingen, Ressourcenverbrauch und Wachstum zu entkoppeln und die vorhandenen Ressourcen so effizient wie möglich einzusetzen. Deshalb ist Recycling von besonderer Bedeutung, betonte Staatsminister Dr. Marcel Huber. Ziel müsse es sein, die anfallenden Bau- und Abbruchabfälle weitestgehend aufzubereiten und möglichst hochwertig als Baustoffe wiederzuverwerten. Sekundärrohstoffe statt Primärrohstoffe lautet die Devise für die Rohstoffwende in der bayerischen Bauwirtschaft.

Grundlage für das Baustoffrecycling in Bayern ist der Recycling-Leitfaden „Anforderungen an die Verwertung von Recycling-Baustoffen in technischen Bauwerken“, 2005. Der Umweltminister unterstrich, dass dieser Leitfaden ein sehr hohes Schutzniveau für alle Beteiligten gewährleiste, weswegen der Leitfaden auch um weitere zwei Jahre, längstens bis zum Inkrafttreten einer bundeseinheitlichen Regelung, verlängert wird. Eine bundesweit einheitliche Regelung, die die Ziele der Abfallwirtschaft als auch des Grundwasser- und Bodenschutzes gleichberechtigt und angemessen berücksichtigt, dabei den Einsatz von Recyclingbaustoffen praxisgerecht regelt und das Recycling insgesamt fördert, werde auch weiterhin von der Bayerischen Staatsregierung unterstützt.

Das Baustoffrecycling soll in Bayern gezielt gefördert und der Einsatz von Recyclingbaustoffen verstärkt werden. Die Politik und insbesondere die Öffentliche Hand als größter Auftraggeber der Bauwirtschaft sollen ihrer Verantwortung sowie der im bayerischen Abfallwirtschaftsgesetz geregelten Vorbildfunktion durch eine entsprechende Nachfrage und Gestaltung der öffentlichen Ausschreibungen gerecht werden. Aber auch die Industrie muss im Gegenzug bereit sein, dies mit einem entsprechenden Angebot zu begleiten und ausschließlich qualitätsgesicherte und zertifizierte Recyclingbaustoffe offerieren.

Der Minister kündigte außerdem an, durch ein IPP-Projekt im Rahmen des Umweltpaktes Bayern die Akzeptanz von Recyclingbaustoffen zu stärken. Das Umweltministerium werde dazu in den nächsten zwei Jahren insgesamt 160.000 Euro bereitstellen.

Quelle: bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V.