Kundeninformation: ARA erwirkt gerichtliche Vergleiche gegen Interseroh

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Quelle: Altstoff Recycling Austria AG (ARA)

Wien — Gleich in zwei Punkten sah die Altstoff Recycling Austria AG (ARA) die Regeln des fairen Wettbewerbs durch die Interseroh Austria GmbH verletzt. Das Unternehmen zog vor das Handelsgericht und erwirkte zwei gerichtliche Vergleiche.   Ein strittiger Punkt betraf die Abgrenzung zwischen Gewerbe- und Haushaltsverpackungen. Interseroh hatte behauptet, sie könne für ihre Kunden Gewerbeverpackungen entpflichten, ohne darauf hinzuweisen, dass dies nicht für Verpackungen gilt, die zwar in Unternehmen anfallen, aber nach Art und Menge mit Verpackungen aus privaten Haushalten vergleichbar sind.

„Die scharfe Trennung zwischen Haushalts- und Gewerbeverpackungen ist ein wichtiger Bestandteil des Abfallwirtschaftsgesetzes“, erklärt ARA Vorstand Werner Knausz. „Dabei geht es um Verpackungsabfälle, die in einem Gewerbebetrieb anfallen, aber letztlich über die Haushaltssammlung entsorgt werden. Das hat dazu geführt, dass Interseroh – aber auch andere Unternehmen – für die Entpflichtung der Gewerbeverpackungen kassiert hat, jedoch die ARA für die Entsorgungskosten aufkommen musste.“ Jeder Marktteilnehmer hat die Pflicht, seine Kunden korrekt darüber zu informieren, welche Art von Verpackungsabfällen er entpflichten kann und welche nicht. Werner Knausz: „Wir freuen uns, dass der gerichtliche Vergleich das nun in aller Deutlichkeit festgehalten hat.“

Im Rahmen eines gerichtlichen Vergleichs vom 11.4.2014 verpflichtete sich Interseroh, dieses Marktverhalten zu unterlassen, eine entsprechende Veröffentlichung auf ihrer Website vorzunehmen und die Prozesskosten zu ersetzen.

Auch der zweite Vergleich betrifft die korrekte Kundeninformation. Interseroh hat nach Ansicht der ARA ihre Tarife für die Entpflichtung von mehreren gewerblich anfallenden Verpackungsarten mit bestimmten Tarifen der ARA verglichen, ohne darauf hinzuweisen, dass die ARA für derart in Gewerbesystemen erfasste Verpackungen eigene Tarife anbietet. Oder anders ausgedrückt: „Hier wurden Äpfel mit Birnen verglichen. Gerade bei Preisvergleichen ist das besonders heikel, weil irreführend und daher unzulässig“, so Werner Knausz.

Auch in diesem Vergleich verpflichtete sich Interseroh, diese Vorgehensweise ab sofort zu unterlassen und die gesamten Prozesskosten zu übernehmen.

Quelle: Altstoff Recycling Austria AG (ARA)