Gemeinschaft für textile Zukunft (GftZ) trifft Vertreter der EU-Kommission

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Quelle: Gemeinschaft für textile Zukunft (GftZ)

Berlin — Auf einem Treffen mit Vertretern der Gemeinschaft für textile Zukunft (GftZ) und vier Vertreterinnen und Vertretern der EU-Kommission in Brüssel wurde deutlich, dass Textilien ein enorm wichtiger Stoffstrom sind, dessen Bedeutung bislang noch zu wenig wahrgenommen wurde.

Die Vertreterinnen und Vertreter der GftZ erläuterten die Kernprobleme. So werden Alttextilien oftmals nicht hochwertig erfasst. Die Qualität der Alttextilien sinkt, während die Mengen durch den stetig anhaltenden Konsum ansteigen. Außerdem seien für nicht trag- und marktfähige Alttextilien die Recyclingverfahren noch zu wenig erforscht und Verfahren zur weiteren Nutzung der Textilfasern zum Einsatz in die Textilindustrie nicht verfügbar. Die GftZ-Vertreter verwiesen zudem auf die Situation, dass Recycling aufgrund niedriger Rohstoffpreise in vielen Fällen unattraktiv sei. Die Textilproduzenten haben Alttextilen als Rohstofflieferanten für ihre Produktion überhaupt noch nicht erkannt und ein bewusster Konsum von Second-Hand-Ware wird in der Gesellschaft viel zu wenig unterstützt.

Für den Bereich der Chemie steht die Reduzierung schädlicher Umwelteinwirkungen durch die Textilindustrie, die Reduzierung des Verbrauchs minderwertiger Waren und eine längere Nutzung von Textilien im Fokus. Für den Bereich der Abfallwirtschaft wurde diskutiert, wie die Datenlage verbessert, Recyclingverfahren gefördert und die Rahmenbedingungen innerhalb Europas harmonisiert werden können.

Prof. Dr. Helmut Maurer (Europäische Kommission, DG Umwelt) sowie seine Kolleginnen und Kollegen aus den Bereichen Chemie und Abfall versicherten, dass der Umgang mit Alttextilien ein wichtiges Thema sei, dem sich stärker zu widmen lohnend sei.

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Quelle: Gemeinschaft für textile Zukunft (GftZ)