Borealis meldet in Q1/2017 starken Nettogewinn durch Polyolefingeschäft

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Source: Borealis AG

Wien, Österreich — Borealis zählt zu den führenden Anbieten innovativer Lösungen in den Bereichen Polyolefine und Basischemikalien. Im ersten Quartal 2017 konnte das Unternehmen einen Nettogewinn von € 313 Millionen im Vergleich zu € 255 Millionen im gleichen Quartal des Jahres 2016 verbuchen. Dieses starke Ergebnis basiert auf den nach wie vor hohen Gewinnspannen im Polyolefingeschäft sowie auf dem verbesserten Gewinnbeitrag von Borouge. Der Beitrag des Basischemikalienbereichs hingegen war aufgrund des schwierigeren Marktumfelds im Pflanzennährstoffbereich geringer als im ersten Quartal des Vorjahres.

Die Nettoverschuldung wuchs im ersten Quartal um € 619 Millionen an, was hauptsächlich auf die Zahlung einer Dividende in Höhe von € 750 Millionen an die Aktionäre von Borealis zurückzuführen ist. Trotz des Anstiegs der Nettoverschuldung ist Borealis mit einer Verschuldungsquote (Gearing) von 21 Prozent zum Ende des ersten Quartals 2017 finanziell weiterhin stark aufgestellt.

Joint Venture mit Total

Borealis und NOVA Chemicals Corporation („NOVA Chemicals“) haben einen Vorvertrag zur Gründung eines Joint Ventures mit Total Petrochemicals and Refining USA, Inc. („Total“) unterzeichneten. Zu den Kernpunkten des Joint Ventures zählen die Errichtung eines Ethancrackers in Port Arthur, Texas mit einer Kapazität von 1.000 Kilotonnen pro Jahr (ktpa) sowie der Bau einer 625 ktpa-Borstar® Polyethylen (PE)-Anlage in Bayport, Texas. Darüber hinaus wird das Joint Ventures die bestehende Bayport PE-Anlage von Total mit einer Gesamtkapazität von 400 ktpa als Eigentümer übernehmen und betreiben.

Die Gründung des Joint Ventures soll zum Jahresende 2017 vollzogen werden, die endgültige Investitionsentscheidung in Bezug auf die Borstar PE-Anlage wird zeitgleich erfolgen. Die Inbetriebnahme des Ethancrackers und der Borstar PE-Anlage ist für Ende 2020 geplant. Durch seine starke Einbindung in die Wertschöpfungskette wird das Joint Ventures wichtige Synergien schaffen und den Weg für die erstmalige Nutzung der unternehmenseigenen Borstar PE-Prozesstechnologie auf dem amerikanischen Kontinent bereiten. Darüber hinaus wird es über einen konkurrenzfähigen Exportzugang zu Märkten außerhalb Nordamerikas verfügen und wesentlich dazu beitragen, die wachsende globale PE-Nachfrage zu bedienen.

Weltrekord: 640 kV mit HVDC-Kabeltechnologie

Borealis und Borouge haben mit einem Spannungswert von 640 Kilovolt (kV) einen neuen Weltrekord im Bereich der Extrusionstechnologie für Hochspannungs-Gleichstrom- (HVDC) Kabel erzielt. Borealis kann auf mehr als 15 Jahre praktische Erfahrung mit extrudierten HVDC-Materialien sowie auf seine unternehmenseigene Borlink™-Technologie zurückgreifen, um noch höhere Standards in Bezug auf seine bewährte Systemperformance zu setzen. Diese neuerliche bahnbrechende Verbesserung der elektrischen Performance sowie das Weltrekord-Spannungsniveau wurden durch die einzigartigen Eigenschaften der auf Borlink basierenden, maßgeschneiderten Polymere in Verbindung mit dem hohen Grad an chemischer und physikalischer Reinheit der Werkstoffe ermöglicht.

Wieder solide Ergebnisse erwartet

„Borealis profitiert weiterhin von den starken Gewinnspannen der Polyolefinbranche, die den Gewinnbeitrag des Polyolefingeschäfts stützen“, erklärt Mark Garrett, Vorstandsvorsitzender von Borealis. „Borouge lieferte im ersten Quartal ein solides Ergebnis, das allerdings durch die eingeschränkte Rohstoffverfügbarkeit beeinträchtigt wurde. In Summe ermöglichte uns unser hervorragendes Geschäftsergebnis, eine Dividende in Höhe von € 750 Millionen an unsere Aktionäre auszuschütten, was wohl einen Rekord in der Geschichte der Branche in Österreich darstellt.“

Mark Garrett erwartet auch für das zweite Quartal wieder solide Ergebnisse: „Die Bedingungen im Pflanzennährstoffmarkt zeigen einen positiven Trend, und auch im Polyolefingeschäft und von Borouge erwarten wir uns weiterhin gute Ergebnisse. Die wichtigste Herausforderung des laufenden Jahres wird jedoch die erfolgreiche Durchführung einer Rekordzahl an geplanten Turnarounds an mehreren Standorten darstellen.“

Quelle: Borealis AG