Türkei hat Nachholbedarf bei der Wiedergewinnung von Sekundärrohstoffen

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Türkische Flagge (Foto: sevgi001453d / Pixabay)

Istanbul, Türkei — Zur Wiederverwertung der Abfälle besteht in der Türkei noch großer Nachholbedarf. Dieser sei bei Elektroschrott besonders groß, denn von der jährlich anfallenden Menge würden derzeit erst 20.000 t, also weniger als 4 Prozent recycelt, erklärte der Präsident des Verbandes elektronischer Abfälle EAGD, Burak Köktürk. Auch bei Kunststoff strebt die Türkei eine höhere Quote an. Laut Plänen des Umweltministeriums soll die Recyclingrate von 44 Przent im Jahr 2014 auf 54 Prozent im Jahr 2017 steigen, meldet Germany Trade & Invest.

Immer mehr Firmen drängen in der Türkei auf den Recyclingmarkt. Die Zahl der Wiedergewinnungsbetriebe nahm zwischen 2012 und 2014 um beinahe 50 Prozent zu, wie ein Bericht des türkischen Statistikamtes von Ende 2015 zeigt. Die recycelte Menge bei Papier-, Metall- und Kunststoffabfällen hat sich seit dem auf über 19 Mio. t verdoppelt.

Das jährliche Marktvolumen im türkischen Abfallsektor wird auf rund 5 Mrd. Euro geschätzt. Um EU-Standards unter anderem bei Recyclingquoten zu erreichen, müsste das Land 60 Mrd. Euro investieren. Für ausländische Firmen bieten sich daher interessante Kooperationsmöglichkeiten. Das betrifft sowohl Technologie- und Ausrüstungslieferanten als auch Dienstleistungsanbieter.

Weitere Informationen sind unter gtai.de zu finden. 

Quelle: Germany Trade & Invest