China will Konsolidierung seiner Stahlbranche vorantreiben

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Stahlschrott (Foto: Kürth/Recyclingportal.eu)

Beijing — Nach einem verlustträchtigen Vorjahr erwirtschaftete die chinesische Stahlbranche 2016 wieder Gewinne. Doch die guten Zeiten dürften nicht von Dauer sein. Schon 2017 ist wieder mit einer abnehmenden Nachfrage zu rechnen. Überdies steigt der Druck der Zentralregierung, Überkapazitäten abzubauen, die Produktivität zu steigern und in Umwelttechnologien zu investieren, meldet Germany Trade & Invest.

Für die chinesische Stahlbranche war 2016 ein gutes Jahr. Insgesamt berichtete das China Metallurgical Industry Planning and Research Institute von einem Verbrauchsanstieg von 0,9% auf rund 670 Mio. t. Nach Erhebungen der Umweltschutzorganisation Greenpeace und der Beratungsfirma Custeel wurden sogar rund 36,5 Mio. t Stahl mehr als im Vorjahr produziert.

Doch so wird es nicht weitergehen. Die Schweizer Bank UBS geht von einer Abnahme des chinesischen Stahlverbrauchs zwischen 2015 und 2020 um 16,9% von rund 698 Mio. t auf 580 Mio. t aus. Damit wird sich das seit Jahren bestehende Überkapazitätsproblem der Branche weiter verschärfen. Von 2008 bis 2016 stieg der Kapazitätsüberhang von 132 Mio. t auf 429 Mio. t. um mehr als das Dreifache. Doch bleibt der Stahlsektor eine Schlüsselindustrie für die chinesische Wirtschaft und soll entsprechend zukunftsfähig gemacht werden.

Der vollständige Bericht über die Zukunft der chinesischen Stahlbranche ist unter gtai.de zu finden.

Quelle: Germany Trade & Invest