Neues Konsortium soll Lösungen für die Kreislaufwirtschaft bringen

951
Das neue brancheninterne Konsortium möchte die Wahrnehmung und Wirklichkeit des Recyclings von flexiblen Verpackungsmaterialien verändern (Foto: CEFLEX)

Das neue Projekt namens CEFLEX wurde von einem Konsortium aus Unternehmen ins Leben gerufen, die die gesamte Wertschöpfungskette flexibler Verpackungen abdecken. Das Ziel des Projektes, eine Steigerung des Beitrags von flexiblen Verpackungen zur Kreislaufwirtschaft, soll durch die Weiterentwicklung von Systemdesignlösungen durch die Unternehmen des Konsortiums erreicht werden. Somit schließt es an das kürzlich abgeschlossene FIACE-Projekt an, in dessen Rahmen die Wertschöpfung quantifiziert und bessere Recycling-Möglichkeiten für flexible Verpackungen ermittelt werden konnten. Ein weiterer Vorgänger ist das von INNOVATE UK finanzierte technische REFLEX-Projekt, welches das Recycling flexibler Verpackungen in Großbritannien und Nordirland zum Gegenstand hatte.

Derzeit sind 34 Unternehmen am Projekt beteiligt, die allesamt wichtige Positionen innerhalb der Wertschöpfungskette einnehmen, darunter Rohstofflieferanten, Weiterverarbeiter von Verpackungen, Markeninhaber, Einzelhändler, Organisationen für Herstellerverantwortung, Sammler, Sortierer und Recycler sowie weitere Technologieanbieter und Endabnehmer von Sekundärrohstoffen. Eine vollständige Liste der teilnehmenden Unternehmen finden Sie auf www.CEFLEX.eu.

Projektkoordinator Graham Houlder erklärt, weshalb die Fortführung der Vorgängerprogramme so wichtig ist: „Bei den vorherigen Studien wurden technische Lösungen für das erfolgreiche Sortieren und Recycling von über 50 Prozent der flexiblen Verpackungen durch moderne Technologien eindeutig ermittelt. Wir bauen auf diese hervorragende Arbeit auf.“

Bis 2020 sollten die Vision und die Aktivitäten des Projekts Früchte tragen und spürbare Verbesserungen bringen. „Wir gehen davon aus, dass die Zahl der gesammelten und recycelten flexiblen Verpackungen sowie die Zahl der europäischen Länder, die sich am Sammeln und Recycling beteiligen, weiter ansteigen werden“, so Houlder. „Außerdem soll auf den erheblichen Wert aufmerksam gemacht werden, den dieses Verpackungsformat aufgrund der messbaren Ressourceneffizienz, Abfallvermeidung und Recyclingvorteile für die Kreislaufwirtschaft hat.“

CEFLEX will bis 2025 eine europaweite Sammel-, Sortier- und Wiederverarbeitungsinfrastruktur für entsorgte flexible Verpackungen entwickeln. Dies wird durch die Ausarbeitung und Umsetzung solider Designrichtlinien für flexible Verpackungen sowie die entsprechende Infrastruktur für das Sammeln, Sortieren und Wiederverwerten am Zyklusende ermöglicht. Die Fertigstellung der Richtlinien ist für 2020 geplant.

Michael Scriba, Geschäftsführer von mtm plastics (ein Unternehmen der Borealis Group), bekräftigt die Projektziele: „Wir haben bereits erfolgreiche Trenn- und Sortiertechniken für gemischte Materialien entwickelt, die optimiert und erweitert werden müssen. Nicht weniger wichtig ist zudem der Bedarf an der weiteren Entwicklung und Schaffung finanziell nachhaltiger Endmärkte für Sekundärmaterialien, die durch das Recycling flexibler Verpackungen gewonnen werden.“

„Flexible Verpackungen sind in puncto Materialeffizienz und Leistung innerhalb des gesamten Lebenszyklus überragend“, so Gerald Rebitzer, Leiter des Bereichs Nachhaltigkeit im am Projekt beteiligten Unternehmen Amcor. „Dies birgt nicht nur eine ganze Reihe ökologischer Vorteile innerhalb der gesamten Wertschöpfungskette, sondern wirkt auch der Entstehung von Müll entgegen. Eine umfassende Lösung für diesen Verpackungstyp steckt zwar noch in den Kinderschuhen, aber mit dem CEFLEX-Projekt kann diese Lücke weiter geschlossen werden.“

Quelle: MAJIC LIMITED / CEFLEX