Private Abfallwirtschaft: ver.di erklärt Entgeltverhandlung mit BDE für beendet

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Quelle: ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft

Berlin — Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat dem Bundesverband der Entsorgungswirtschaft (BDE) am gestrigen 25. April mitgeteilt, dass sie die Entgeltverhandlungen mit dem BDE nicht weiterführen werde.

„Es ist bedauerlich, dass der BDE keinen Willen zeigt, gemeinsam mit ver.di die Zukunft der privaten Entsorgung in Form eines zukunftsfähigen Tarifvertrages zu gestalten“, kritisiert
ver.di-Bundesvorstandsmitglied Andreas Scheidt. Daher seien die Verhandlungen ergebnislos beendet worden.

Die ver.di-Tarifkommission hatte den Arbeitgeberverband mit einem am 20. März 2017 gestellten Ultimatum dazu aufgefordert, in den laufenden Tarifverhandlungen eine Änderung ihrer Haltung zu vollziehen und einen zukunftsfähigen Tarifvertrag abzuschließen.

ver.di hatte für die Beschäftigten in der privaten Abfallwirtschaft eine deutliche lineare prozentuale Tabellensteigerung für 12 Monate gefordert, die nicht unter dem Niveau vergleichbarer Abschlüsse (im Schnitt 2,4 Prozent) liegen könne. Zudem sei es dringend notwendig, dass für Beschäftigte, die ab dem 1. April 2012 eingestellt wurden und ebenso für zukünftige Beschäftigte, die stufenweise Anpassung des Einstiegsentgeltes wieder eingeführt werden müsse. ver.di bekräftigte, dass nur ein Gesamttarifpaket abschlussfähig sei, in dem diese Forderungen berücksichtigt würden.

Mit einem Schreiben vom 31. März 2017 lehnte der BDE die von der ver.di-Bundestarifkommission private Entsorgung zwingend geforderte Strukturveränderung und die Tabellensteigerung ab. Aufgrund dieser Ablehnung des BDE mussten die Tarifverhandlungen ergebnislos beendet werden.

Quelle: ver.di