Saubermacher eröffnet Recyclingzentrum für Gefahrstoffe in Slowenien

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Besichtigten die neue Anlage: R. Horvat/ Geschäftsführer Saubermacher Slowenien, S. Berka/ Österreichische Botschafterin in Slowenien, H. Roth/ Saubermacher Eigentümer, I. Majcen/ Umweltministerin Slowenien, G. Ziehenberger/ Vorstand Saubermacher (Foto: Saubermacher)

Feldkirchen bei Graz, Österreich — Am 26. April wird die Saubermacher Dienstleistungs AG ihr neues Recyclingzentrum in Slowenien eröffnen. Das Verwertungszentrum in Kidricevo ist nach modernstem Stand der Technik gebaut und ermöglicht die Verarbeitung und Veredelung von bis zu 51.000 Tonnen an gefährlichen Abfällen pro Jahr. Gefahrstoffe wie Säuren, Laugen, Öle, Werkstattabfälle, Farb- und Lackschlämme aber auch verunreinigte Böden sollen hier gelagert, aufbereitet und teilweise wieder nutzbar gemacht werden.

In dieser konzentrierten Form einzigartig

Nach Darstellung von Saubermacher stellt der neue Standort aufgrund seiner technischen Ausstattung das derzeit modernste Hightech-Zentrum für feste und flüssige Gefahrstoffe in Slowenien dar und soll in dieser konzentrierten Form einzigartig sein. Das Investitionsvolumen beträgt rund 6 Mio. Euro. Am Standort arbeiten 31 MitarbeiterInnen. Insgesamt wurden 25 neue Arbeitsplätze bei Saubermacher Slowenien geschaffen. „Die neue Anlage ist ein wichtiger Schritt zur Stärkung unserer Position in Slowenien“, freut sich Hans Roth über die jüngste Investition. „Gleichzeitig können Synergien mit den österreichischen Standorten in Premstätten und Trofaiach noch besser gehoben und die Anlagen optimal ausgelastet werden“, so der Umweltpionier weiter.

Das Herzstück: die Aufbereitungsanlage

Das Recyclingzentrum besteht aus einer chemisch-physikalischen Aufbereitungsanlage mit einem ,vollautomatisch gesteuerten Prozessleitsystem, einem modern ausgerüsteten Labor, spezieller Lager- und Behandlungsinfrastruktur, einem Shredderbereich und dem Verwaltungsgebäude. „Der Schutz von Mensch und Umwelt steht auch in Slowenien an oberster Stelle. Zum Beispiel wird die gesamte Abluft am Standort mit einer Spezialanlage gereinigt und Dichtbeton sowie zahlreiche Ölabscheider schützen das Grundwasser“, verweist Gerhard Ziehenberger, Technik-Vorstand bei Saubermacher, auf einige der getroffenen Umweltmaßnahmen. Sämtliche Emissionen werden laufend kontrolliert. Eine moderne Brandschutzanlage sorgt für die Sicherheit der MitarbeiterInnen des gesamten Standortes und der umliegenden Industrie. Zudem nutzt Saubermacher die bestehende Infrastruktur wie etwa die Betriebsfeuerwehr oder den Wachdienst.

Dritte Schicht angepeilt

Das Industriegebiet mit guter Verkehrsanbindung und Gleisanschluss bietet auch die Möglichkeit für weiteres Wachstum. „Derzeit wird im Zwei-Schichtbetrieb gearbeitet. Wir peilen eine dritte Schicht an und wollen uns auf bestimmte Gefahrstoffe spezialisieren“, gewährt Gerhard Ziehenberger Einblicke in die Zukunftspläne des Recyclingspezialisten. Potenzial ist vorhanden. Derzeit gibt es in Slowenien kaum Aufbereitungsanlagen für gefährliche Abfälle.

Quelle: Saubermacher Dienstleistungs AG