Bau der grössten Trockenvergärungs-Anlage Europas kann beginnen

743
Trockenvergärungsanlage Bologna (Foto: Hitachi Zosen Inova AG)

Zürich, Schweiz — In Bologna, Italien soll die grösste Trockenvergärungsanlage Europas entstehen. Am Freitag, 31. März 2017 wurde das Notice to Proceed und damit das Okay zum Baubeginn erteilt. Hitachi Zosen Inova kann nun die Lieferung der Kernmodule auslösen.

Mit einem Jahresdurchsatz von 100.000 Tonnen Bioabfällen entsteht in Bologna die grösste Trockenvergärungsanlage Europas. Im Frühjahr 2016 hatte sich die zukünftige Betreiberin HERAmbiente SpA für die Kompogas-Technologie aus dem Hause Hitachi Zosen Inova entschieden. Die Einholung aller für das Projekt relevanten Genehmigungen wurde im März 2017 abgeschlossen, sodass am Freitag, 31. März 2017 das Notice to Proceed unterzeichnet werden konnte. Unter der Leitung des italienischen Exklusivpartners von Kompogas, Cesaro Mac. Import, wird das Projekt nun realisiert. Die Baustelle wird Mitte April 2017 eröffnet und der Baubeginn der Kompogas-Fermenter soll im Juli erfolgen.

Das von HZI gelieferte Kernmodul besteht aus Pfropfenstromfermenter, Beschickung, Austrag sowie einem Prozessüberwachungssystem und Servicedienstleistungen. Es hat sich bei der Zusammenarbeit der beiden Unternehmen schon mehrfach bewährt: „Nachdem wir die Kompogas-Technologie bereits erfolgreich in den Anlagen Faedo (TN), Novi Ligure (AL) und Nera Montoro (TR) einsetzen, war es keine Frage, dass wir auch in diesem Schlüsselprojekt auf Kompogas setzen“, sagt Pietro Cesaro, Sales General Manager bei Cesaro Mac Import.

Hitachi Zosen Inova wird für die Anlage vier PF1800 Stahlfermenter liefern, welche rund 100.000 Tonnen Bioabfall aus der Bologneser Region zu Biogas und hochwertigem Kompost verarbeiten werden. So werden rund 14.3 Mio. Nm3/a Biogas mit einem Energiegehalt von 71.05 GWh/a gewonnen und künftig ins lokale Gasnetz eingespeist. Davon profitieren die umliegenden Gemeinden sowie die öffentlichen Verkehrsbetriebe Bolognas, die das generierte Biogas voraussichtlich als Treibstoff für ihre Flotte einsetzen werden.

Quelle: Hitachi Zosen Inova AG