Internationaler Tag der Erde: VÖEB plädiert für Trennung von Bioabfällen

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Appellieren für bessere Trennung: (v.l.) Miss Earth Austria 2011 Lisa Hanakamp, VOEB-Präsident Hans Roth, VOEB-Geschäftsführerin Daisy Kroker, VÖEB NÖ-Vorstand Stefan Tollinger (Foto: © VÖEB)

Wien — Auf die Wichtigkeit der Trennung von biogenem Abfall hat der VÖEB – Verband Österreichischer Entsorgungsbetriebe hingewiesen. Anlässlich des Internationalen Tags der Erde am 22. April appellierte er an ÖsterreicherInnen, der Natur und den Menschen etwas zurückzugeben. Hochgerechnet könnten nicht nur weitere rund 200.000 Tonnen Biomüll jährlich gesammelt, sondern mit gezielter Trennung von Bio- und Restmüll zusätzlich jährlich rund € 10 Millionen pro Jahr gespart werden.

Die Botschaft von VÖEB-Präsident Hans Roth zum internationalen Tag der Erde lautet: „Trennen, trennen, trennen! In unserem Abfall schlummern solch wertvolle Ressourcen. Wir als Gesellschaft sollten es daher als unsere Verpflichtung sehen, diese der Umwelt soweit nur irgendwie möglich wieder zurückzugeben. Mit dieser Aktion wollen wir aufzeigen, was alles im biogenen Abfall steckt: Wenn wir sauber trennen, können wir wertvolle Erde für unsere Nutz- und Zierpflanzen wiedergewinnen! Die Österreicher sind bereits sehr vorbildlich in puncto Trennung, aber trotzdem appelliere ich an unser gemeinschaftliches Gewissen, das vorhandene Potenzial weiter auszuschöpfen und möchte am Tag der Erde bewusst aufzeigen, was im Sinne unserer Natur und auch im Sinne eines wirtschaftlichen Nutzens noch möglich wäre!“

Mindestens ein Sechstel des biogenen Abfalls landet im Restmüll

Insbesondere zum internationalen Tag der Erde ist es dem Verband Österreichischer Entsorgungsbetriebe ein Anliegen, den Österreichern für ihre Trennmoral zu danken, aber gleichzeitig auch das noch nicht ausgeschöpfte Potenzial zu zeigen. So haben Restmüllsortierungen in mehreren Bundesländern in Österreich einen Masseanteil zwischen 16 und 27 Prozent an original verpackten bzw. nur teilweise verbrauchten Lebensmitteln, Speise- und Zubereitungsresten im Restmüll privater Haushalte ergeben. Das bedeutet, dass durchschnittlich nach wie vor Lebensmittelabfälle im Restmüll österreichischer Haushalte von 26,7 Kilogramm (16 Prozent) bis 45 Kilogramm (27 Prozent) pro Person und Jahr landen.

34 Prozent der gesammelten Bioabfallmenge wird kompostiert

In Österreich werden jährlich knapp 1 Million Tonnen biogene Abfälle aus Haushalten und ähnlichen Einrichtungen getrennt gesammelt (Quelle: Bundesabfallwirtschaftsplan: 935.900 Tonnen im Jahr 2015). Die Sammlung dieser „Bioabfälle“ erfolgt zum überwiegenden Teil über die Biotonne, die von den Entsorgungsbetrieben abgeholt wird. Parallel dazu wird Grün- und Strauchschnitt aus Hausgärten auch zu den bestehenden Sammelstellen oder direkt zu den Kompostieranlagen gebracht. Diese Mengen werden in kommunalen oder gewerblichen Kompostierungs- und Biogasanlagen verwertet.

Insgesamt werden in Österreich knapp über 400 Kompostieranlagen (Aerobe biotechnische Behandlungsanlagen) betrieben, die 2015 rund 327.000 Tonnen Kompost erzeugt haben, das entspricht rund 34 Prozent der gesammelten Bioabfallmenge (Quelle: Bundesabfallwirtschaftsplan 2015). Zusätzlich zur gesammelten Menge wurden lt. Schätzungen des Bundesabfallwirtschaftsplans im Jahr 2015 rund 1,575 Mio. Tonnen Abfälle in Einzel- und Gemeinschaftskompostierung in Hausgärten kompostiert.

Quelle: Verband Österreichischer Entsorgungsbetriebe (VÖEB)