EU-Recycling 04/2017: Auf geht‘s zur recycling aktiv und TiefbauLive 2017

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Foto: UNTHA shredding technology GmbH

Live und in Farbe und im Grunde ganz einfach.

Vom 27. bis 29. April erstmals auf dem Messegelände in Karlsruhe: Die Demonstrationsmesse des Jahres. Aus der Praxis für die Praxis – Aussteller und ihre Produkte, Maschinen und Anlagen live in Aktion und in Farbe. Dazu das Rahmenprogramm mit Vorträgen unter anderem zu den Möglichkeiten und Grenzen des Kunststoffrecyclings, zur Altfahrzeugverwertung und zur Mantelverordnung Ersatzbaustoffe/Bodenschutz. Über zwölftausend Besucher aus aller Welt werden wieder zu dem Event erwartet, der einen Vergleich mit den großen internationalen Fachmessen nicht zu scheuen braucht.

Gleiches gilt für das Messe-Duo Recycling-Technik und Schüttgut 2017 am 10. und 11. Mai in Dortmund, das sich ebenfalls wachsender Beliebtheit erfreut. Vorgestellt werden darüber hinaus die zehn Forschungsprojekte im Verbundprojekt ForCycle sowie die Preisträger des Deutschen Rohstoffeffizienz-Preises 2016. Denn einige der ausgezeichneten Innovationen geben auch der Recyclingtechnologie Impulse – vorausgesetzt, es gelingt der Sprung vom Labor- in den Industriemaßstab.

In diesem Zusammenhang sollte sich die Branche auch mehr mit Recycling 4.0 beschäftigen. Reagiert die Abfallwirtschaft nur darauf oder agiert sie mit der Industrie? Wie Ansgar Fendel von Remondis Assets & Service auf der Berliner Recycling- und Rohstoffkonferenz erklärte, ist Recycling 4.0 im Grunde ganz einfach. Doch deckt sich die heutige Realität nicht mit den Wunschvorstellungen. Und es besteht die Gefahr, in die sogenannte Entropie-Falle zu geraten. Abfallwirtschaft und Industrie sollten daher besser kooperieren. Mehrere Wege führen hier zum Ziel und vielleicht eine EU-Kreislaufwirtschaftspolitik der kleineren Schritte, für die sich Thomas Grundmann von der Arbeitsgemeinschaft Stoffspezifische Abfallbehandlung auf den Münsteraner Abfallwirtschaftstagen aussprach. Das Forum überraschte dabei durch seltene Übereinstimmungen, aber auch durch Themen- und Europamüdigkeit.

Apropos Europamüdigkeit: Die Regierung des Vereinigten Königreichs hat beschlossen, dass mit Beginn des Brexit alle EU-Gesetzgebung, die noch nicht in britisches Recht umgesetzt wurde, zunächst in britische Vorschriften überführt wird. Und das betrifft wohl auch die nationale Abfall- und Umweltgesetzgebung. So ganz so vertan kann die Mitgliedschaft in der Europäischen Union nicht gewesen sein!

Wir wünschen eine erfolgreiche recycling aktiv und TiefbauLive 2017 und wieder eine nützliche Lektüre!

EU-Recycling Ausgabe 04/2017


Titelbild:
Die XR3000C mobil-e gehört zu den neuesten Entwicklungen von UNTHA. Auf der IFAT 2016 wurde die mobile Zerkleinerungsmaschine erstmals vorgestellt. Der Hersteller reagiert damit auf die aktuellen Marktanforderungen: Das mobile elektromechanische Zerkleinerungssystem arbeitet energieeffizient, geräuscharm und ist universell einsetzbar. Das Titelbild zeigt eine XR3000C mobil-e, die in Schweden im Einsatz ist. Seit Anfang November letzten Jahres unterstützt ein Modell das Münchner Unternehmen Breitsamer Entsorgung bei der Altholzaufbereitung. Lesen Sie mehr dazu auf den Seiten 50 und 51 in dieser Ausgabe.

 

Leseprobe der aktuellen Ausgabe unter: http://bit.ly/eur0417ra (Blätterseiten) oder
http://bit.ly/eur047rapdf (PDF-Datei)

Quelle: MSV GmbH / www.eu-recycling.com