ver.di und Veolia unterzeichnen Manteltarif-Vertrag für das Entsorgungsgeschäft

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Handschlag (Foto: © Petra Bork/ http://www.pixelio.de)

Berlin — Die vier regionalen Entsorgungsgesellschaften der Veolia Umweltservice Unternehmensgruppe haben heute mit der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) einen Manteltarifvertrag abgeschlossen. Dieser Haustarifvertrag ist das Ergebnis intensiver Verhandlungen der Gewerkschaft mit dem zweitgrößten privaten Entsorgungsunternehmen in Deutschland, die jetzt erfolgreich beendet wurden.

Der Veolia Konzern, der die Entsorgungsunternehmen 2008 übernommen hatte, schafft auf diese Weise eine einheitliche Regelung der Arbeits- und Beschäftigungsbedingungen für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. So werden darin Standards für Arbeitszeit und Zuschläge, Urlaub und Freistellung, Jahressonderzahlung und Jubiläumsleistungen sowie sonstige Sozialleistungen geschaffen. Vom Manteltarifvertrag profitieren bundesweit rund 4.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

In einer Stellungnahme aus Anlass der Unterzeichnung des Tarifvertrages sprachen der Vorsitzende der Gruppengeschäftsführung, Matthias Harms, und ver.di-Bundesvorstandsmitglied Andreas Scheidt von einem Meilenstein für die Belegschaft der Unternehmensgruppe.

Die Tarifbindung in der privaten Entsorgungswirtschaft ist seit Jahren rückläufig. Ursache hierfür ist der starke, über die Lohnkosten ausgetragene Wettbewerb in der Branche. Mit dem jetzt geschaffenen Tarifwerk wollen ver.di und Veolia ein sichtbares Zeichen setzen und die Attraktivität als Arbeitgeber erhöhen, indem Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wie auch Bewerbern attraktive und zeitgemäße Beschäftigungsbedingungen angeboten werden, wie der Vorsitzende des Konzernbetriebsrates, Hartmut Dettmann, unterstrich.

Quelle: ver.di-Bundesvorstand