Starlinger: Ungebremst hohes Interesse an Geruchsreduktion beim Recyceln

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Links die gewaschene Post-Consumer-Folie vor der Recycling und Geruchsentfernung, rechts das recycelte Granulat (Foto: ©Starlinger)

Wien — Seit Starlinger im letzten Jahr die Technologie zur Geruchsreduktion beim Post-Consumer-Kunststoffrecycling vorgestellt hat, ist die Nachfrage ungebrochen hoch. Die letzten Monate haben laut Unternehmen deutlich gezeigt, dass der Bedarf am Markt für eine Lösung in diesem Bereich sehr groß ist. Ein Kunde soll bereits die zweite damit ausgestattete Anlage bestellt haben.

„Durch die äußerst erfolgreichen Versuche mit Kundenmaterial bei uns im Technikum können wir interessierte und potentielle Kunden überzeugen“, erklärt Paul Niedl, kaufmännischer Leiter Starlinger recycling technology. „Unser dreistufiges Verfahren rückt sogar besonders hartnäckigen Gerüchen zu Leibe – das gibt unseren Kunden ganz neue Verwendungsmöglichkeiten für ihr Regranulat.“

Post-Consumer-Kunststoffabfälle enthalten häufig migrierte Substanzen aus Nahrungsmitteln, Kosmetika oder Reinigungsmitteln, die im Recyclingprozess unangenehme Gerüche verursachen. Auch Rückstände von Monomeren, Oxidation, Hydrolyse und Zersetzungsprodukte (VOCs – flüchtige Verunreinigungen) können dafür verantwortlich sein, dass recycelte Granulate einen unerwünschten Geruch haben. Abhängig vom Polymer, der Quelle oder Art des Geruches, der Geruchsintensität und den Anforderungen an das Endprodukt passt Starlinger recycling technology den Recycling- und Geruchsreduktionsprozess kundenspezifisch und individuell an.

Der Aufbereitungsprozess besteht grundsätzlich aus den Schritten Materialvorbereitung, Entgasung und Nachbehandlung.

  • Materialvorbereitung: Der SMART Feeder erhitzt und homogenisiert das Eingangsmaterial, bis der ideale Betriebspunkt erreicht ist. Dabei werden bereits leicht flüchtige Gerüche abgeschieden.
  • Entgasung: Das dem Extruder nachgeschaltete C-VAC-Entgasungsmodul vergrößert die Schmelzeoberfläche um 300 Prozent und sorgt so für eine extrem hohe Entgasungseffizienz. Das schlägt sich in der permanenten Reduktion tiefersitzender Gerüche nieder.
  • Nachbehandlung: Die Geruchsentfernungseinheit am Ende des Prozesses verleiht dem Regranulat den letzten Schliff. Hier werden die am schwersten zu reduzierenden Gerüche verlässlich und langfristig abgeschieden.

Mit der Geruchsreduktionstechnologie von Starlinger haben Recycler von Post-Consumer- Kunststoffabfällen die Möglichkeit, ihr Eingangsmaterial in einen qualitativ hochwertigen Sekundärrohstoff zu verwandeln: Ausgezeichnete und homogene Granulatqualität und permanente Geruchsreduktion sollen den Einsatz des produzierten Regranulats auch in anspruchsvollen Anwendungen zu einem Anteil von bis zu 100 Prozent ermöglichen.

Quelle: Starlinger & Co. Gesellschaft m.b.H