13.000 Quadratmeter alter PVC-Bodenbeläge wiederverwertet

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Quelle: AgPR, Rewindo, AGPU

Leipzig — Insgesamt 13.000 Quadratmeter an altem PVC-Bodenbelag hat das Abbruchunternehmen Caruso Umweltservice GmbH aus Großpösna alternativ entsorgt und sich anstatt für die Müllverbrennung umweltbewusst für das werkstoffliche Recycling entschieden. Auf diese Weise konnten aus dem vermeintlichen Bauabfall wieder neue PVC-Bodenbeläge entstehen.

„Dass dies technisch möglich und in der Regel preiswerter ist als die Verbrennung, hat sich bei den Abbruchunternehmen und ihren Auftraggebern noch nicht überall herumgesprochen“, bedauert Dr. Jochen Zimmermann, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft PVC-Bodenbelag Recycling (AgPR), die ein bundesweites Netz von Annahmestellen unterhält. Das vor über 25 Jahren gegründete Unternehmen koordiniert bundesweit die Wiederverwertung des Altmaterials und betreibt in Troisdorf bei Bonn eine eigene Recycling-Spezialanlage. Dort wurden 2016 über 2.500 Tonnen ausgediente Bodenbeläge recycelt. Zimmermann: „Auf diese Weise tragen wir zu einem geschlossenen, umweltfreundlichen Stoffkreislauf bei.“ Die in Troisdorf angelieferten PVC-Alt-Bodenbeläge werden nach Aussortierung anderer Materialien in der 1991 errichteten Anlage zu Feinmahlgut verarbeitet. Bei Eignung lässt sich dieses dann problemlos bei der Produktion neuer PVC-Fußbodenbeläge einsetzen“, erläutert Betriebsleiter Heinz A. Lübben.

Best Practice für die Umwelt

Das Leipziger Projekt von Caruso erfüllt die Voraussetzungen einer Teilnahme an der Aktion „Best Practice für die Umwelt“. Diese wurde 2016 zusammen mit der Rewindo Fenster-Recycling Service GmbH und der Arbeitsgemeinschaft PVC und Umwelt e.V. (AGPU) ins Leben gerufen. Dabei sollen in den Bundesländern Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen beispielhafte („Best-Practice“)-Projekte ermittelt werden, bei denen eine Entsorgung ausgedienter PVC-Bauprodukte über werkstoffliche Recycling- und Stoffkreisläufe stattfindet. Neben Bodenbelägen sind dies Fenster, Türen und Rollladen, ferner Dachbahnen und Rohre. Die Aktion richtet sich an Abbruchunternehmen, Wohnungsbaugesellschaften, die Öffentliche Hand sowie an Bodenleger und Fensterbaubetriebe und läuft noch bis Ende des Jahres. Im Anschluss soll eine Dokumentation der beispielhaften Referenzprojekte hergestellt werden.

Umweltverträglicher Abbruch

Recycling und Wiederverwertung von PVC-Bauprodukten: Das passt nach Ansicht Zimmermanns gut zusammen mit dem Prinzip des „selektiven Rückbaus“, das sich die Abbruchbranche umweltbewusst auf die Fahnen geschrieben hat. Die Caruso Umweltservice GmbH gilt als gutes Beispiel: „Als Fachunternehmen aus dem Großraum Leipzig mit 25-jähriger Branchenerfahrung stehen wir für den fachgerechten Abbruch, Entsorgung und Sanierungsmanagement. Unser Grundsatz ist der umweltverträgliche Abbruch anstelle eines ‚Abrisses irgendwie‘“, betont Geschäftsführerin Dagmar Caruso. Das Thema „Recycling“ spielt für den Betrieb generell eine große Rolle, auch außerhalb des Bereiches PVC-Bauprodukte: „Beim Abbruch anfallende Materialien werden wirtschaftlich sinnvoll getrennt und entsprechend des Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes dem Eigenkreislauf zugeführt. Der beim Abbruch entstehende Bauschutt wird bei Eignung mit mobilen Recyclinganlagen aufbereitet und vor Ort verwertet, wodurch die Kosten für den Auftraggeber verringert werden.“

Bewerbungen für die Teilnahme an „Best Practice“ sind zu senden an Rewindo GmbH, Michael Vetter, Am Hofgarten 1-2, 53113 Bonn, Tel.: 0228 / 921283-0, Fax: 0228 / 5389594, E-Mail: info@rewindo.de oder AGPU Arbeitsgemeinschaft PVC und UMWELT e.V., Thomas Hülsmann, Am Hofgarten 1-2, 53113 Bonn, Tel.: 0228 / 91783-0, Fax: 0228 / 5389594, E-Mail: agpu@agpu.com oder AgPR Arbeitsgemeinschaft PVC-Bodenbelag Recycling, Dr. Jochen Zimmermann, Paul-Baumann-Str. 1, 45772 Marl, Tel.: 02365 / 495048, Fax: 02365 / 494450, E-Mail: info@agpr.de.

Quelle: Rewindo Fenster-Recycling-Service GmbH / AGPU Arbeitsgemeinschaft PVC und Umwelt e.V. / AgPR Arbeitsgemeinschaft PVC-Bodenbelag Recycling