„Verpackungen aus Wellpappe sind die Musterschüler der Kreislaufwirtschaft“

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Quelle: Forum Wellpappe Austria

Wien — Die Recyclingrate von Wellpappe liegt in Österreich bei 98,8 Prozent. Das bedeutet, dass fast 100 Prozent aller gebrauchten Verpackungen aus Wellpappe damit im Rohstoffkreislauf verbleiben und erneut zur Papierherstellung verwendet werden. „Dieser perfekte Kreislauf ist ein wichtiger Grund, warum so viele Unternehmen auf Wellpappe setzen“, betont Max Hölbl, Sprecher des Forum Wellpappe Austria, und fügt hinzu: „Verpackungen aus Wellpappe sind die Musterschüler der Kreislaufwirtschaft.“ Sie bestehen zu 100 Prozent aus nachwachsenden Rohstoffen und sind biologisch abbaubar. „Andere Packstoffe können davon nur träumen.“

Die österreichische Wellpappe-Industrie verzeichnete 2016 ein leichtes Absatzplus. Der Online-Handel ist weiterhin ein Wachstumstreiber. Neben ihrer Wirtschaftlichkeit rücken die Umwelteigenschaften von Verpackungen immer mehr ins Zentrum des öffentlichen wie unternehmerischen Interesses. Und so steigt auch die Nachfrage nach Verpackungen aus Wellpappe, zumal sie mit hohen Sympathiewerten punktet. „Viele unserer Auftraggeber nutzen Wellpappe als wirksamen Produktschutz und zeigen mit der Verwendung des natürlichen Materials auch ihre ökologische Verantwortung“, erklärt Max Hölbl.

Ein sicherer Arbeitgeber

Die Wellpappe Industrie in Österreich beschäftigt 1.985 Mitarbeiter/innen und ist ein verlässlicher Arbeitgeber. Insgesamt steht die Branche mit ihren verbundenen Industrien für einen Beschäftigungseffekt von rund 8.000 Arbeitsplätzen. Auch im Bereich Nachwuchs und Lehrlingsausbildung engagiert sich die Industrie. 92 junge Menschen werden in den Lehrberufen Verpackungstechnik, Papiertechnik, Elektrotechnik, Metalltechnik, IT-Technik, IT-Informatik, Betriebslogistik- und Industriekaufmann/frau ausgebildet. „Eine Lehre bietet ausgezeichnete Berufsperspektiven in unseren Wellpappe-Unternehmen“, ist Stephan Kaar vom Forum Wellpappe Austria überzeugt.

2016: Ein Plus von 1,5 Prozent

Die Österreichische Wellpappe-Industrie hat 2016 insgesamt 979 Millionen m2 Wellpappe geliefert, das ist ein Absatzplus von 1,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Umsatz stieg um 1,5 Prozent auf 500,9 Millionen Euro. Die Entwicklung der Wellpappe Industrie entspricht damit dem allgemeinen Wirtschaftswachstum Österreichs für 2016, das laut WIFO bei 1,5 Prozent lag. „Nach eher verhaltenen ersten drei Quartalen gewann vor allem das letzte Quartal deutlich an Dynamik“, bilanziert Max Hölbl.

Der Inlandsmarkt verzeichnet ein Plus von 3,8 Prozent (in m2). Hölbl: „Als Wachstumstreiber stellt sich weiterhin der Online-Handel heraus. Der Produktionsanteil für den E-Commerce liegt bei rund sieben bis zehn Prozent.“ Der Export ist leicht rückläufig (-1,0 Prozent). Hingegen ist der Import von Wellpappe-Erzeugnissen um 7,3 Prozent gestiegen. Für 2017 rechnet Hölbl mit einem Mengenwachstum und Absatzplus von 1,5 Prozent.

Wellpappe Award gestartet

Nach dem Erfolg des Vorjahrs schreibt das Forum Wellpappe Austria 2017 den „Wellpappe Austria Award“, den Preis der österreichischen Wellpappe-Industrie, bereits zum dritten Mal aus. Prämiert werden herausragende Produktinnovationen in sechs Kategorien. Einsendeschluss ist der 8. September 2017. Zur Teilnahme aufgerufen sind Verpackungshersteller, Kartonageure, Drucker, Designer, Auftraggeber aus Industrie, Handel, Gewerbe, sowie Lehrlinge der Verpackungstechnik und Jungdesigner. Die Verleihung findet am 9. Oktober 2017 in Wien statt. Die Gewinner sind berechtigt am WorldStar, der internationalen Auszeichnung im Bereich Verpackung teilzunehmen.

Das Forum Wellpappe Austria ist das Sprachrohr der österreichischen Wellpappe-Industrie mit den Mitgliedsfirmen DS Smith Packaging Austria GmbH, DS Smith Packaging South East GmbH, Dunapack Mosburger GmbH, Mondi Grünburg GmbH, Rondo Ganahl Aktiengesellschaft, Smurfit Kappa Interwell GmbH & Co. KG und Steirerpack GmbH.

Quelle: PA-OTS / Forum Wellpappe Austria