IPV: Papier- und Folienverpackungs-Branche schaut positiver ins Geschäftsjahr 2017

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Rollenschneider (Foto: Verband Deutscher Papierfabriken e. V.)

Frankfurt — Der Industrieverband Papier- und Folienverpackung e.V. (IPV) beurteilt die Perspektiven im Geschäftsjahr 2017 deutlich positiver als im vergangenen Jahr. „Während vor einem Jahr lediglich 27 Prozent unserer Mitglieder ein positives Geschäftsjahr erwartet haben, sind es heute 56 Prozent“, erläuterte IPV-Vorstandssprecher Klaus Jahn die Ergebnisse der aktuellen Branchenumfrage, die jetzt der IVP auf seiner Jahrestagung in Hamburg vorstellte.

Als Gründe nannte Jahn zum einen Neukundenakquise, aber auch vermehrt interne Faktoren. „Den Unternehmen ist es gelungen, auf der einen Seite ihre Produktivität zu steigern, indem sie ihre Prozesse weiter optimiert haben, und auf der anderen Seite neue, für den Markt der Lebensmittelverpackung attraktive Produkte zu entwickeln.“ Dazu passe auch die Investitionsentwicklung 2016. „Während in 2015 gut die Hälfte unserer Mitglieder ihr Investitionsvolumen unverändert gelassen und nur 18 Prozent aufgestockt haben, zeigten sie sich in 2016 deutlich investitionsfreundlicher. Hier haben 44 Prozent ihre Investitionen erhöht“.

Mangel an geeigneten Fachkräften

In diesem Zusammenhang sei auch erfreulich, dass die Unternehmen im abgelaufenen Geschäftsjahr wieder mehr Personal eingestellt haben. „Während 2015 nur 18 Prozent der Mitgliedsunternehmen ihr Personal aufgestockt haben, war es in 2016 fast jedes zweite Mitglied“, erklärte Jahn. In dieser Entwicklung zeige sich aber auch die größte Herausforderung der Branche. „Wir brauchen für unsere anspruchsvollen Produkte bestens qualifiziertes Fachpersonal, das, wie in vielen anderen Branchen auch, immer schwieriger zu finden ist“, beschrieb Jahn eine Auswirkung des demografischen Wandels. 88 Prozent der Mitglieder litten unter einem Mangel an geeigneten Fachkräften. „Auch bei der Suche nach guten Auszubildenden müssen wir uns intensiver um die jungen Leute bemühen“. 89 Prozent der Unternehmen konnten im vergangenen Jahr nicht alle angebotenen Ausbildungsplätze besetzen. Das lag zum einen an niedrigen Bewerberzahlen, zum anderen aber auch daran, dass viele Bewerber die Anforderungen nicht erfüllt haben.

In Richtung Gesetzgeber stellte Jahn grundsätzlich fest: „Sichere Lebensmittelverpackungen haben für uns und unsere Kunden stets oberste Priorität“. Die Anforderungen an Verpackungen für Lebensmittel würden angesichts der Globalisierung von Märkten stetig wachsen. „Wir warnen daher vor nationalen Alleingängen und sprechen uns für gemeinsame EU-weite Regelungen aus“, appellierte Jahn an die Politik.

Nutzen auch im Bereich Energie beachtenswert

„Unsere Verpackungsprodukte sind notwendig! Denn sie sind es, welche die moderne Warenverteilung und damit die Versorgung der Bevölkerung mit preiswerten und für den Durchschnittsverdiener bezahlbaren Lebensmitteln möglich machen“, fasste Jahn abschließend zusammen: Verpackungen schützen die Lebensmittel und schaffen die Voraussetzungen für ihre Lagerung und ihren Transport. Zugleich tragen sie vorgeschriebene Produktinformationen zur Vermittlung zwischen Produzent und Kunde. Nur durch eine optimale Verpackung könne die Haltbarkeit vieler Lebensmittel bis zu ihrem Verzehr gesichert werden. Und da bei einem verpackten Lebensmittel im Durchschnitt 80 Prozent der Ressourcen und Emissionen durch die Lebensmittelerzeugung benötigt bzw. verursacht werden, tragen sinnvolle, intelligente Verpackungen zur Schonung der Umwelt und Reduzierung der Emissionen bei. Jahn: „Man erkennt also, das der Nutzen einer Verpackung auch im Bereich Energie durchaus beachtenswert ist.“

Quelle: Industrieverband Papier- und Folienverpackung e.V. (IPV)