Per „Gemeindepaket“: BMV will Abfall-Sammelstellen professionalisieren

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Quelle: Burgenländischer Müllverband

Oberpullendorf, Österreich — Die Abfallsammelstellen der Gemeinden sind einer der Eckpfeiler der burgenländischen Abfallwirtschaft. Die Qualität dieser Sammelstellen ist letztendlich entscheidend dafür, wie hoch der Anteil der Altstoffe ist, die in den Stoffkreislauf rückgeführt werden können und wie hoch der Anteil des Restabfalls der einer kostenintensiven Entsorgung zugeführt werden muss. Um die Effizienz in diesem Bereich zu steigern, werden vom BMV regelmäßig Sperrmüllanalysen durchgeführt. Diese Analysen geben Aufschlüsse darüber, in welchen Bereichen die Erfassungsquoten in den Abfallsammelstellen noch gesteigert werden können.

Analysen des Burgenländischen Müllverbands (BMV) haben gezeigt, dass bei der Sperrmüllsammlung auf den Abfallsammelstellen der Gemeinden großes Einsparpotential durch eine ordnungsgemäße Trennung besteht. Rund zwei Drittel der Abfälle in den Sperrmüllcontainern sind keine sperrigen Abfälle und könnten anderweitig (kostengünstiger) und teilweise sogar gratis entsorgt werden. Der BMV wird daher gemeinsam mit den Gemeinden versuchen, durch eine intensive Kommunikation mit den Benützern der Abfallsammelstellen und einer zielgerichteten Schulung des Personals eine nachhaltige Verbesserung zu erreichen.

Dazu sollen die Abfallberater des BMV auch verstärkt direkt in den Abfallsammelstellen der Gemeinden für Beratung und Unterstützung zur Verfügung stehen. Des weiteren soll das so genannte „Gemeindepaket“ des BMV die ökologische Verwertung der gesammelten Altstoffe, die Ressourcenschonung und den wirtschaftlichen Betrieb der Gemeindeabfallsammelstellen sicherstellen. Dieses Modell wurde 2011 entwickelt und in den vergangenen Jahren permanent erweitert. Auch für 2017 ist eine Ausweitung des Leistungsangebotes, im Besonderen für die Grünabfallentsorgung, und damit eine Entlastung der Gemeinden vorgesehen.

Oberste Zielsetzung bleibt weiterhin die abfallwirtschaftliche und ökologische Lenkung der Abfallströme und eine Professionalisierung der Abfallsammelstellen der Gemeinden sowie eine Übernahme des Betriebes und eine Finanzierung der Entsorgungskosten der Abfallsammelstellen durch den BMV. Im Endausbau sollen die Abfallsammelstellen der Gemeinden vom BMV betrieben werden und die Finanzierung der Abfallentsorgung soll über den Mülltarif erfolgen. Angedacht sind ebenso die Errichtung und der Betrieb von regionalen Abfallsammelstellen durch den BMV. Nur durch eine einheitliche Betriebsweise kann den langfristigen Zielen und Grundsätzen in der Abfallwirtschaft entsprochen werden.

Durch diese Maßnahmen werden die Abfallsammelstellen des Landes in ihrer Bedeutung für die ökologische Abfallwirtschaft noch weiter gestärkt. Die geordnete Übernahme durch das geschulte Personal garantiert die ökologische Verwertung der gesammelten Altstoffe. Die Vorteile für die Gemeindebürger liegen auf der Hand: Die Abfallsammelstellen bieten eine einfache und bequeme Möglichkeit zur Entsorgung der in den Haushalten anfallenden Altstoffe und die Gemeinden können mit deutlichen Ersparnissen bei Abfällen aus den Abfallsammelstellen rechnen.

Quelle: Burgenländischer Müllverband (BMV)