Stahl ist Vorreiter bei Baustoffrecycling und Ressourceneffizienz

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Quelle: bauforumstahl e.V.

Düsseldorf — In Deutschland werden jährlich ca. 20 Millionen Tonnen Stahlschrott recycelt. Das Bauen mit Stahl daher ein bedeutendes Fundament für den Klimaschutz und die Schonung von Rohstoffen. „Als Dachverband von über 500 Mitgliedern vertreten wir die Wertschöpfungskette von der Stahlherstellung, über den Handel bis hin zu den Verarbeitern. Stahl ist Vorreiter beim Baustoffrecycling. Das Bauen mit Stahl bedeutet für die Umwelt einen echten Mehrwert“, betont Dr. Bernhard Hauke, Geschäftsführer bauforumstahl e. V.

99 Prozent des Baustahls (Träger und Grob-Bleche) werden bei Fertigung und Rückbau wieder eingesammelt. Dies teilt sich auf in 88 Prozent hochwertiges Recycling – Einschmelzen im Elektroofen und Hochofen und Verarbeitung zu neuem gleich- oder höherwertigem Stahl – und 11 Prozent Wiederverwendung – erneute Nutzung der Bauteile in gleicher oder ähnlicher Funktion. Die Umwelt-Produktdeklaration für Baustähle bestätigt die Zahlen. Begünstigt wird die Kreislaufführung durch die natürlichen metallurgischen Eigenschaften des Stahls und der Rückbaufreundlichkeit der Stahlbauweise durch modularen Aufbau und leicht lösliche Verbindungen. Darüber hinaus kann jedes entsorgte Stahlprodukt von der Rasierklinge bis zum Auto zu Baustahl verarbeitet werden. Stahlschrott ist heute ein wertvoller Sekundärrohstoff, der im eigenen Land vorhanden ist.

Am 1. November 2016 fiel der Startschuss für das von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) geförderte Forschungsprojekt zur Erfassung der Sammelraten von Bauprodukten aus Metall. bauforumstahl und die Bergische Universität Wuppertal mit Prof. Dr.-Ing. Manfred Helmus untersuchen den Rückbau von Gebäuden und die nachfolgende Verwendung der Baustoffe. Im Fokus liegt die Erfassung der Sammelraten von Baustahl: Welche Anteile der Baustoffe werden nach dem Abbruch oder Rückbau eines Gebäudes wiederverwendet, recycelt oder gehen für den technischen Kreislauf verloren?

Neben der erstmaligen detaillierten Erfassung dieser Stoffströme wird eine Methode entwickelt, um diese für die End-of-Life-Bewertung einer Ökobilanz wichtigen Kennzahlen auf Dauer nachzuhalten und zu verbessern. Die Dauer des Forschungsprojektes wird 24 Monate betragen.

Quelle: bauforumstahl e.V. / APA-OTS