Lkw-Kartell: BGL strebt die Bündelung der Ansprüche zur Schadensdurchsetzung an

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LKW-Beladung (Foto: Pexels / Pixabay)

Frankfurt am Main — Der Bundesverband Güterkraftverkehr, Logistik und Entsorgung (BGL) e.V. und seine Mitgliedsverbände streben für das Vorgehen gegen das Kartell der Lkw-Hersteller die Bündelung von über 100.000 Lkw über das sogenannte „Abtretungsmodell“ an.

Die financialright GmbH managt das Projekt in enger Abstimmung mit dem BGL und wird hierbei von renommierten internationalen Kartellrechts-Experten und einem kapitalstarken Prozesskostenfinanzierer unterstützt. Es handelt sich um eine ganzheitliche Lösung, die für die teilnehmenden Transportunternehmen und Speditionen attraktive Konditionen ohne Teilnahmegebühren und ohne Prozesskostenrisiken bieten.

Ansprüche geltend machen

Interessierte Unternehmen, die beim Kauf oder Leasing von Lkw und Sattelzugmaschinen über 6 t Nutzlast im Zeitraum von 1997 bis 2011 aufgrund der Kartellabsprachen zwischen den Lkw-Herstellern vermutlich zu hohe Preise oder Leasing-Raten gezahlt haben, können ihre Ansprüche ohne Teilnahmegebühren geltend machen auf der Website truck-damages.de.

Die angebotene Lösung ist offen sowohl für Mitgliedsunternehmen der BGL-Landesverbände als auch für Nichtmitglieder. Verbandsmitglieder zahlen allerdings im Erfolgsfall eine deutlich niedrigere Erfolgsprovision von der noch zu erstreitenden Schadensersatzsumme. Dafür übernimmt der Rechtsdienstleister alle Kosten des Rechtstreits und trägt das volle Prozesskostenrisiko. Dies bedeutet, dass teilnehmende Unternehmen nicht in Vorlage treten müssen und auch keine Gerichts-, Anwalts- oder Gutachtenkosten zu tragen haben.

Nicht direkt verhandeln

Vom Kartell betroffene Unternehmen treten ihre Schadensersatzansprüche an den Rechtsdienstleister financialright GmbH ab. Dieser bündelt die von den Unternehmen einzugebenden Daten und bereitet diese auf. Die Daten werden an einen renommierten Schadensgutachter weitergeleitet, der exklusiv für den Rechtsdienstleister tätig ist. Der Schadensgutachter wird ein umfangreiches Gutachten zur Schadenshöhe erstellen.

Außergerichtlich und gerichtlich wird die financialright GmbH rechtlich durch Hausfeld vertreten, eine der in Europa und den USA wohl führenden Kanzleien für die Geltendmachung von Kartellschadensersatzansprüchen. Dies bedeutet, dass der Unternehmer gegenüber den Kartellanten nicht direkt in Erscheinung tritt, also weder selbst mit den Kartellanten verhandeln noch diese gegebenenfalls verklagen muss.

Kein Prozesskostenrisiko

Darüber hinaus arbeitet die financialright GmbH mit dem kapitalstarken internationalen Prozessfinanzierer Burford Capital zusammen, der das Angebot des Rechtsdienstleisters finanziell trägt. So ist sichergestellt, dass den teilnehmenden Transportunternehmen und Speditionen kein Prozesskostenrisiko droht und keinerlei Vorauszahlungen gefordert werden.

Prof. Dr. Engelhardt, BGL, kommentiert: „Wir begrüßen es außerordentlich, dass wir mit financialright GmbH, der Kanzlei Hausfeld und Burford Capital Partner gefunden haben, die es unseren Mitgliedsunternehmen ermöglichen, ihre Ansprüche in einer starken Gemeinschaft vertreten zu lassen.“ Dr. Sven Bode, financialright, urteilt: „Wir freuen uns zusammen mit dem BGL und seinen Mitgliedsverbänden, diese wegweisende Lösung zur Anspruchsdurchsetzung der Mitgliedsunternehmen gefunden zu haben.“

Quelle: Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) e.V.