BMUB-Ressortforschungsplan: Ressourcen-Schonung & Abfallvermeidung auf Agenda

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Bundesumweltministerium (Foto: ©BMUB/Florian Profitlich)

Berlin – „Die vorrangigen Zielsetzungen des Kreislaufwirtschaftsgesetzes (KrWG) sind Umwelt- und Klimaschutz, Ressourcenschonung und Abfallvermeidung. Einen wesentlichen Eckpunkt stellt hierbei eine umfassende abfallwirtschaftliche Produktverantwortung bei bestimmten Abfallströmen dar.“ So lautet die programmatische Erklärung der Bundesregierung zu Ressourceneffizienz/Kreislauf- und Abfallwirtschaft im jetzt erschienenen „Forschungsrahmen und Ressortforschungsplan 2017“.

Danach will sich Deutschland weiterhin mit Nachdruck für eine Stärkung von Klima-, Ressourcen- und Umweltschutz einsetzen. Ausbau und Einsatz innovativer Umwelttechniken und -technologien zählen zu den wichtigsten Zukunftsfaktoren zur Steigerung der Ressourceneffizienz und zu einer erfolgreichen Transformation hin zur Green Economy als weltweites Modell für nachhaltiges Wirtschaften. Zur Entkopplung des wirtschaftlichen Wachstums vom Rohstoffverbrauch bei verringertem Rohstoffeinsatz müssten Stoffkreisläufe geschlossen und optimiert, alternative Rohstoffquellen untersucht, ökonomische und ordnungsrechtliche Instrumente auf ihre Potenziale sowie ihre wirtschaftlichen und gesellschaftliche Verträglichkeit und Akzeptanz hin geprüft und schließlch moderne, Ressourcen sparende Produkte und Produktionsverfahren erforscht werden.

Der Forschungsbedarf, der sich daraus ergibt, enthält:

  • Fortentwicklung des Kreislaufwirtschaftsrechts;
  • Konzepte zur Abfallvermeidung, Abfallkonzepte, Technik-/ Technologietransfer;
  • Steigerung der Rückgewinnung von Wertstoffen und strategisch wichtigen Materialien durch Optimierung der Logistik von Abfallströmen, die Verminderung von Schadstoffeinträgen in die Kreislaufwirtschaft und die gezielte Erfassung neuer Abfallströme;
  • Elektronische Kommunikation in der Abfallwirtschaft;
  • Ausbau der Biomasse- und energetischen Nutzung aus Abfall- und Reststoffen;
  • Weiterentwicklung der Produktverantwortung, Bewirtschaftung anthropogener Lager/Stoffstrommanagement, umweltbezogene Aspekte nachhaltiger Bauweisen;
  • Umsetzung & Weiterentwicklung von ProgRess & EU-Ressourcenpolitik sowie Implementierung der Ressourcenschonung in internationale Prozesse;
  • Grundsatzfragen der nachhaltigen Nutzung natürlicher Ressourcen/Rohstoffe (z.B. Governance- und Gerechtigkeitsfragen, Leitbilder, Szenarien, Nexus-Ansätze);
  • Ressourcenschonung: Produktions- und Konsummuster, Reduktion des absoluten Ressourcenverbrauchs;
  • Fortentwicklung des Ressourcenschutzrechts;
  • Weiterentwicklung der Datenbasis;
  • Ökologische und Ressourceneffizienzaspekte der Rohstoffpolitik;
  • Aufnahme ökologischer Kriterien in die Konzepte zur Sicherung der Rohstoffversorgung Deutschlands.

Weitere Themen des Ressortforschungsplans sind Grundsatzfragen der nachhaltigen Nutzung natürlicher Ressourcen/Rohstoffe, Ressourcenschonung, Fortentwicklung des Ressourcenschutzrechts, ökologische und Ressourceneffizienzaspekte der Rohstoffpolitik sowie Aufnahme ökologischer Kriterien in die Konzepte zur Sicherung der 
Rohstoffversorgung Deutschlands.

„Forschungsrahmen und Ressortforschungsplan 2017“ kann unter bmub.bund.de heruntergeladen werden. Unter umweltbundesamt.de stehen auch die für die Angebotserstellung erforderlichen Vergabeunterlagen zum Download bereit.

Quelle: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit