Borealis 2016: Weiteres Rekordjahr mit einem 1,1 Milliarden € Nettogewinn

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Borealis Chief Executive Mark Garrett (Foto: © Borealis)

Vienna, Austria — Borealis zählt zu den führenden Anbietern innovativer Lösungen in den Bereichen Polyolefine und Basischemikalien. Für das vierten Quartal 2016 meldet das Unternehmen einen Nettogewinn von € 239 Millionen, während im Vergleichszeitraum des Vorjahres € 242 Millionen erwirtschaftet wurden. Im gesamten Jahr 2016 verzeichnete das Unternehmen Umsatzerlöse von € 7,2 Milliarden und einen Nettogewinn von € 1.107 Millionen im Vergleich zu € 988 Millionen im Jahr 2015.

Das verbesserte Ergebnis im Jahr 2016 war auf die insgesamt besseren Margen im Polyolefingeschäft sowie auf einen höheren Beitrag von Borouge infolge der erfolgreichen Fertigstellung des Borouge 3-Projekts zurückzuführen. Der Gewinnbeitrag des Basischemikalienbereichs blieb hinter dem des Jahres 2015 zurück, was vor allem an einer schwachen Nachfrage und niedrigeren Preisen im Pflanzennährstoffgeschäft lag.

Borouge 3 erfolgreich fertiggestellt

Borouge, Borealis‘ Joint Venture mit der Abu Dhabi National Oil Company (ADNOC) in Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate, konnte sein Megaprojekt „Borouge 3“ erfolgreich fertigstellen. Nach Inbetriebnahme seiner Anlage für vernetztes Polyethylen (XLPE), produzierte Borouge die ersten XLPE-Werkstoffe auf Basis von Borealis’ unternehmenseigener Borlink™-Technologie in der Borouge 3-Anlagenerweiterung in Ruwais, Vereinigte Arabische Emirate. Im nächsten Schritt wird Borouge die Optimierung von Borouge 1, 2 und 3 sowie die Errichtung einer weiteren Polypropylen- (PP-) Anlage, PP5, vorantreiben. Sofern die Freigabe des Projekts im Jahr 2017 erfolgt, könnte PP5 bis ungefähr 2020 in Betrieb genommen werden. Darüber hinaus wird sich Borouge auf die Erforschung neuer Methoden zum Strecken von Rohöl konzentrieren und dadurch einen noch größeren Mehrwert generieren.

Engagement in der Kreislaufwirtschaft

Als einer der führenden Kunststoffhersteller ist Borealis bestrebt, neue Möglichkeiten, die durch die Kreislaufwirtschaft geboten werden, zu entdecken und entsprechende Lösungen zu realisieren. Durch die vollständige Übernahme der deutschen Kunststoffrecycling-Unternehmen mtm plastics GmbH und mtm compact GmbH hat Borealis sein Engagement in der Kreislaufwirtschaft auf eine neue Ebene gebracht. Die mtm plastics GmbH, mit Sitz in Niedergebra, Deutschland, gilt als Technologieführer im Bereich des Recyclings gemischter Post-Consumer-Kunststoffabfälle und als einer der größten Produzenten von Post-Consumer-Polyolefin-Rezyklaten in Europa. Das Recycling von Kunststoffen bietet eine neue Geschäftschance in einem Wachstumsmarkt und im Kontext einer umfassenderen Nachhaltigkeitsagenda.

PDH-Anlage in Planung

Im September kündigte Borealis die Durchführung einer Machbarkeitsstudie für eine neue Propan-Dehydrierungsanlage (PDH) im Weltmaßstab an. Die Anlage würde am bestehenden Borealis-Produktionsstandort in Kallo, Belgien, errichtet werden. Die endgültige Investitionsentscheidung soll im dritten Quartal 2018 fallen, die mögliche Inbetriebnahme der Anlage ist für das zweite Halbjahr 2021 geplant. Die neue PDH-Anlage würde über eine jährliche Produktionskapazität von 740 Kilotonnen verfügen, wodurch sie eine der größten und effizientesten Anlagen der Welt sein würde.

2017: ein sehr solides Jahr

„2016 war ein äußerst starkes Jahr für Borealis, auf das alle unsere Mitarbeiter stolz sein sollten. Wenngleich wir uns für das Jahr 2017 keine Wiederholung des Vorjahrsergebnisses erwarten, so gehen wir davon aus, dass auch 2017 ein sehr solides Jahr wird und sich Borealis weiterhin im Spitzenfeld der profitabelsten Unternehmen behaupten wird können“, prognostiziert Mark Garrett, Borealis Chief Executive. Im Laufe des Jahres 2017 soll eine Reihe bedeutender Polyolefin-Produktionsanlagen in Nordamerika in Betrieb gehen.

Quelle: Borealis AG