Kleine und mittelständische Unternehmen: Bereits intern Weichen fürs Recycling stellen

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Auch in kleinen und mittelständischen Unternehmen fällt Abfall an. Sowohl im Alltag als auch bei Umbauten oder der Anschaffung neuer Geräte stellt sich für Unternehmer die Frage, was mit den alten Gegenständen passieren soll. Dass diese Materialien entsorgt werden sollen, bedeutet jedoch nicht, dass sie wertlos sind.

Unternehmen können schon bei den Mitarbeitern das Bewusstsein für die Wiederverwertung von Wertstoffen wecken. So sollte zum Beispiel der Abfall sorgfältig getrennt werden. Hier helfen deutliche Kennzeichnungen auf den Mülltonnen und Mülleimern. Ebenfalls sinnvoll ist der Einsatz von Wertstoffsammlern, die die getrennte Entsorgung verschiedener Abfallarten ermöglichen. Auch bei Details wie leeren Druckerpatronen kann das Recycling unterstützt werden: Statt diese einfach zu entsorgen, sollten sie beim Hersteller abgegeben werden. Diese sind dazu verpflichtet, leere Patronen anzunehmen. Gleiches gilt für Batterien, die gesammelt und an einer Sammelstelle abgegeben werden müssen.

Altpapier und Kartons selbst wiederverwerten oder abgeben

Grundsätzlich ist es natürlich sinnvoll, den firmeninternen Verbrauch an Papier und anderen Wertstoffen so weit wie möglich zu reduzieren, um die Umwelt zu schonen und den Aufwand der Entsorgung zu vermeiden. Gerade in Büros fallen teilweise große Mengen an Altpapier an: Vollgeschriebene Schreibblöcke, alte Zeitungen oder Kartons und Pappe finden sich in der Regel zuhauf. Diese müssen nicht zwingend im Container landen. Anstatt das alte Papier wegzuwerfen, können nicht mehr benötigte oder unschöne Zettel als Notizzettel verwendet werden. Auch Kartons können nützlich sein: Hier können gerade nicht benötigte Kugelschreiber, Locher und andere kleine Utensilien verstaut werden.

Wer das Altpapier nicht mehr verwerten kann, sollte sich an einen Entsorgungsfachbetrieb oder an eine Recyclingfirma wenden. Diese können meistens auch bereits geschreddertes oder zerrissenes Papier wiederverwenden. An der wachsenden Nachfrage nach Altpapier lässt sich auch erkennen, dass die Industrie stark auf die Weiterverwertung von Ressourcen setzt.

Wenn technische Geräte nicht mehr benötigt werden

Wenn in kleinen und mittelständischen Unternehmen neue Rechner angeschafft werden, stellt sich meistens die Frage, was mit den alten Geräten passieren soll. Häufig sind diese nämlich noch voll funktionsfähig – wenn auch nicht mehr auf dem aktuellen Stand der Technik.

Private Entsorger und Schrottplätze vergüten die Entsorgung von Altmetall in der Regel. Hier können auch Geräte abgegeben werden, die nicht mehr funktionieren. Gerade bei Bauteilen aus Messing und Kupfer lohnt sich die Vergütung für Unternehmen. Sie haben daneben auch die Möglichkeit, funktionierende Computer bei gemeinnützigen Einrichtungen abzugeben – Jugendgruppen freuen sich immer über funktionsfähige Technik. Das gilt auch für Telefone, Drucker, Kopierer und Faxgeräte.

Autor: Marcel Somin